Metropolregion

Wiederansiedlung Stiftung meldet dritten Vorfall seit 2016

Junger Luchs tötet Ziegen

Waldleiningen.Bereits zum dritten Mal seit Beginn des Wiederansliedlungsprojekts für Luchse im Pfälzerwald im Herbst 2016 hat nun ein männliches Jungtier eine Ziegenherde dezimiert. Wie die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz erst gestern mitteilte, war es bereits vor dem Jahreswechsel im unweit von Kaiserslautern gelegenen Schwarzbachtal zu dem Vorfall gekommen. Zwei Ziegen seien dabei getötet, ein drittes Tier sei verletzt worden. Genetische Untersuchungen an Bisslöchern an der Kehle des verletzten Tieres hätten ergeben, dass es sich beim Verursacher um eines der Nachwuchstiere handele, das den Namen Juri trage.

Tiere waren nicht ganz eingezäunt

Entgegen kam dem Raubtier, dass die Herde nicht vollständig eingezäunt war. Der Managementplan Luchs sieht für solche Fälle vor, dass dem Halter der Nutztiere eine Entschädigung zusteht. Ansprechpartner ist die genannte Stiftung.

Seit Sommer 2016 sind im Rahmen des Projekts im Pfälzerwald 13 von 20 Luchsen freigelassen worden. Inzwischen gibt es etwa 20 Nachwuchsluchse. Auf der Homepage des Projektes gibt es Karten zu den Aktionsräumen der Tiere. red/sal