Metropolregion

Knapp 700 Menschen demonstrieren friedlich in Kandel und Germersheim

Archivartikel

Kandel/Germersheim.Im Zusammenhang mit dem Tod des Mädchens Mia im südpfälzischen Kandel haben am Wochenende etwa 700 Menschen auf mehreren Kundgebungen in Kandel und Germersheim demonstriert. Wie die Polizei am Sonntagnachmittag mitteilte, blieben die Veranstaltungen friedlich.

Die dem rechtspopulistischen Spektrum zugehörige Gruppe "Kandel ist überall" konnte am Sonntagnachmittag nach Polizeiangaben etwa 200 Menschen für eine Kundgebung in Germersheim mobilisieren. Die Kundgebung dauerte lediglich eine Stunde und verlief ohne besondere Vorkommnisse. "Auf dem Platz herrschte ein friedliches Kommen und Gehen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Bereits am Samstag waren auf dem Marktplatz in Kandel etwa 300 Bürger dem Aufruf der Gruppe "Frauenbündnis Kandel - Zusammenhalt für Deutschland" aus dem bürgerlich-rechten Spektrum gefolgt. Auf dem Bahnhofsvorplatz sei es zu einer spontanen Gegenaktion des bürgerlich-linken Spektrums gekommen, die vor Ort noch genehmigt worden sei. In den vergangenen Wochen hat es in der Stadt mehrfach Kundgebungen gegeben.

In Kandel wurde Ende Dezember ein 15-jähriges Mädchen erstochen. Ein mutmaßlich aus Afghanistan stammender Mann wird beschuldigt, seine Ex-Freundin in einem Drogeriemarkt heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen erstochen zu haben. Motiv für die Tat sollen übersteigerte Eifersucht und Rache gewesen sein.