Metropolregion

Energie Grundsteinlegung für 500 Millionen Euro teures Umspannwerk in Philipsburg

Konverter statt Kühltürme

Philippsburg.Fast auf den Tag genau vier Monate nach der spektakulären Sprengung der beiden Kühltürme hat das Unternehmen Transnet BW am Mittwoch den Grundstein für ein neues Umspannwerk auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg gelegt. Dieses Umspannwerk ist Teil der Stromtrasse Ultralink, einer von vier Energie-Autobahnen, die den Windstrom aus Norddeutschland in den Süden transportieren wird.

Die rund 500 Millionen Euro teure Anlage soll 2024 in Dienst gestellt werden und eine Kapazität von zwei Gigawatt transportieren. Zum Vergleich: Die beiden Kraftwerksblöcke lieferten vor ihrer Stilllegung 2011 und 2019 eine Gesamtleistung von rund 2,4 Gigawatt Strom. Es gebe wenige Orte, an denen die Energiewende so greifbar werde wie hier, lobte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). „Das Alte macht Platz für Neues“, sagte der Politiker und mahnte die Regierung in Nordrhein-Westfalen, ähnlich schnell zu agieren wie Baden-Württemberg, um den Zeitplan nicht zu gefährden. Die Genehmigung für den Konverter am nördlichen Ende der Trasse in Osterath steht noch aus. bjz

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