Metropolregion

Landwirtschaft Bereits Anfang Juli erste Früchte geerntet / Vom Saison- zum Jahresgemüse

Kürbisbauern sprechen von idealen Bedingungen

Mutterstadt.Anfang Juli wurden die allerersten Hokkaido-Kürbisse in der Pfalz geerntet. Bis Ende Oktober werden beim Pfalzmarkt Ernteerträge in Höhe von 8430 Tonnen erwartet. Hinzu kommen rund 400 000 „Halloween-Kürbisse“. 550 Hektar Anbaufläche machen die Region zum gewichtigen Kürbis-Erzeuger. Das Gemüse mit den riesigen Früchten hat sich vom Herbstklassiker zum Ganzjahresangebot gewandelt. Das hat auch Pfalzmarkt-Vorstand Reinhard Oerther festgestellt.

Bei den Speisekürbissen waren 2018 die Sorten Hokkaido (4611 Tonnen), Butternut (2006 Tonnen) und Halloween (416 900 Stück) die Bestseller aus dem „Gemüsegarten Pfalz“. Ebenfalls gewichtig fiel deren Bio-Absatz aus, der beim Bio-Hokkaido 907 Tonnen und beim Bio-Butternut 51,4 Tonnen betrug.

Ausgereift ließen sich Kürbisse bei zehn bis 13 Grad Celsius unter professionellen Lagerbedingungen ohne Qualitätsrisiko bis zu acht Monate lang aufbewahren, sagt Oerther. Erzeuger Gerd Renner, seit über 20 Jahren Pionier im Kürbisanbau in der Pfalz, erklärt: „Da Kürbisse Sonne, Wärme und kontinuierlich Wasser für ein gleichmäßiges Wachstum benötigen, finden sie in der klimatisch bevorzugten Vorder- und Südpfalz nahezu ideale Bedingungen vor.“ Aufgrund der Möglichkeit zur flächendeckenden Beregnung kann die Pfalz auch bei Hitze und Trockenheit liefern. Pfalzmarkt-Vorstand Hans-Jörg Friedrich sagt über den Kürbis, dass sein Vital- und Nährstoffreichtum aus ihm ein echtes Superfood machten, das dem Lebensmittelhandel über das Herbstgeschäft hinaus tolle Umsatzpotenziale biete. 

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