Metropolregion

Drogenfund Landgericht muss letztes Detail klären

Kurier ist auch Geld los

Archivartikel

Heidelberg.Ein Drogenkurier aus Köln stand am Mittwoch vor dem Heidelberger Landgericht. Im Januar 2018 war der gebürtige Albaner auf der A 6 bei St. Leon-Rot mit rund fünf Kilogramm Marihuana im Auto erwischt worden. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Fahrzeughalters stellte die Polizei außerdem 34 000 Euro in einer Sporttasche sicher, die dem Angeklagten zugeschrieben wurden. Für die Tat war er bereits am 12. Juli 2018 wegen Beihilfe zum Drogenhandel zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Drogen und das Geld wurden eingezogen.

Das Urteil ist zwar inzwischen rechtskräftig, jedoch nur in Teilen, wie der Bundesgerichtshof am 23. Oktober 2018 entschied. Der Bundesanwalt stellte fest, dass die Haftstrafe sowie die Einziehung des Marihuana rechtens sei. Er mahnte jedoch, dass das Landgericht Heidelberg feststellen müsse, ob die 34 000 Euro auch wirklich dem Angeklagten gehören. Die Große Strafkammer hatte daran auch nach der abermaligen Verhandlung keine Zweifel. Nach zwei Stunden urteilte das Gericht, dass auch das Geld eingezogen bleibt, weil es dem Angeklagten gehöre und offensichtlich aus einer Straftat stamme.