Metropolregion

„Land unter“ in Mannheimer Stadtteilen

Archivartikel

Mannheim.. In der Quadratestadt bildeten Käfertal, Wallstadt, Vogel-stang, Feudenheim, Rheinau, Friedrichsfeld und Seckenheim einen Schwerpunkt. In der Mosbacher Straße, der Feudenheimer Straße und in der Suebenheimer Allee waren die Straßen komplett überflutet, kam der Verkehr zum Stillstand. In einen Kindergarten drang Wasser durch das Dach und trotz geschlossener Fenster ein.

Insgesamt gab es über 1000 Notrufe bei der Feuerwehr. Bis in den späten Freitagnachmittag waren alle Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie Ehrenamtliche sämtlicher Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr unterwegs, um Schäden des Unwetters zu beseitigen. „Es kommen keine neuen Sachen dazu, aber es gibt eben Dinge, die erst entdeckt werden, nachdem es hell ist – viele Stellen mit herabgefallenen oder losen Ästen oder vollgelaufene Keller“, so der Führungsdienst der Mannheimer Berufsfeuerwehr auf Anfrage. Er zählte bis gegen 5 Uhr über 150, bis zum Nachmittag dann 254 Einsatzstellen.

Allein die Ehrenamtlichen besetzten 15 Fahrzeuge, die pausenlos die verschiedenen Punkte anfuhren. Erster Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Christian Specht dankte den Freiwilligen Feuerwehrleuten für ihren „unermüdlichen Einsatz“, waren sie doch bereits in der Nacht zum Mittwoch und erneut am Mittwochabend durch ein Großfeuer in einer Schreinerei in Sandhofen stark gefordert.

Auch das Technische Hilfswerk (THW) in Mannheim wurde alarmiert. Der Notfallmanager der Bahn beorderte das THW zur Zufahrt zum Rangierbahnhof, die alle Mitarbeiter dort zum Schichtwechsel benutzen müssen. „Da stand das Wasser auf fast 70 Metern etwa kniehoch“, schilderte THW-Ortsbeauftragte Nicole Dudziak die Situation. Sechs ehrenamtliche Helfer pumpten dann über dreieinhalb Stunden lang, bis die Zufahrt frei war. Zudem unterstützten ab dem Morgen zwei Fahrzeuge des THW mit jeweils drei Helfern und Tauchpumpen, die 800 Liter in der Stunde schaffen, die Feuerwehrleute. pwr

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