Metropolregion

Kommunalpolitik Gemeinderat fordert Diskurs in der Stadt

Landau ruft Notstand bei Klima aus

Landau.Als erste Stadt in Rheinland-Pfalz hat das südpfälzische Landau am Dienstagabend den Klimanotstand ausgerufen. Nach Angaben von Stadtsprecherin Sandra Diehl stimmte der Gemeinderat mit 40 Ja- und drei Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen dem Antrag von Grünen, CDU und FDP zu. Vor Beginn der Sitzung hatten Umweltschützer vor dem Rathaus demonstriert, weil ihnen die angekündigten Bemühungen der Stadt nicht weit genug gehen. So fordert der Arbeitskreis Klimaschutz, der der Fridays-for-Future-Bewegung angehört, beispielsweise einen autofreien Stadtkern, um den Schadstoffausstoß in Landau zu senken.

Der nun gefasste Ratsbeschluss sieht indes vor, die Radinfrastruktur auszubauen und das Bussystem zu erweitern. Außerdem sollen 500 Bäume an den Hauptverkehrswegen gepflanzt werden. Vorgesehen ist laut Beschlussvorlage auch, Dächer und Fassaden konsequent zu begrünen, deshalb soll bei Neubauten von Garagen oder Carports ein grünes Dach Pflicht werden. Zusätzlich will die Stadt dauerhaft einen städtischen Klimamanager installieren. Für Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU) geht es aber auch darum, den gesellschaftlichen Diskurs in der Stadt anzustoßen. So könne die Politik alleine das Klima nicht retten, jeder Einzelne sei gefordert, sein Mobilitäts-, Reise- oder Essverhalten zu überdenken. sin

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