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Nach Unfall

Lea verlässt Landau - Weißes Löwenbaby kommt nach Spanien

Archivartikel

Landau/Barcelona.Allmählich rückt der Abschied von Löwenbaby "Lea" näher. Die kleine Raubkatze, die während eines Transports von der Slowakei nach Spanien auf der A 5 bei Walldorf verunglückt ist, soll ihre Notunterkunft im Reptilium Landau bald verlassen und zu ihrem Käufer in die Nähe von Barcelona reisen. "Es fehlen nur einige Papiere.

Zum Beispiel muss der Käufer bestätigen, dass er sie noch haben möchte", berichtet der Geschäftsführer des Reptilienzoos Uwe Wünstel, im Gespräch mit dieser Redaktion. Leas Reisegenosse, der Silberwangenhornvogel "Zazu", habe schon am Mittwoch die Reise in sein neues Zuhause angetreten.

"Ich habe mir Leas neues Reich auf Videos und Fotos angesehen und bin total zufrieden. Es ist eine sehr große, schön gestaltete Anlage, wo die Tiere artgerecht gehalten werden", berichtet er. Der Käufer betreibe eine zooähnliche Einrichtung, habe Erfahrung mit Raubkatzen und besitze auch andere Tierarten wie Zebras, Strauße und Kakadus. Außerdem warteten in Spanien mit zwei Junglöwen tolle Kumpels auf Lea. "Im Moment bin ich ihr Spielkamerad, aber allmählich wird sie etwas ruppig. Ich habe beim Herumtoben schon diverse Kratzer und blaue Flecken abbekommen", sagt Wünstel. Außerdem habe die junge Löwin in den vergangenen zwei Wochen vier Kilo zugenommen.

"Sie zeigt uns, dass wir alles richtig machen, das macht uns glücklich." So bringe Lea mittlerweile 12,5 Kilo auf die Waage. "Die Kleine verputzt auch jeden Tag fleißig ihre Fleischportionen", sagt Wünstel.

Der Transport von Lea war dem Karlsruher Landratsamt zufolge legal. Die Besitzerin aus der Slowakei verfügt über eine Genehmigung zur Züchtung von Raubtieren. Zum Zeitpunkt des Transports war Lea aber einige Tage zu jung. Zudem fehlten wichtige Dokumente. Die Züchterin müsse deshalb mit einem Bußgeld rechnen.

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