Metropolregion

Justiz

Leuchtrakete im Stadion: Polizist scheitert mit Klage auf Dienstunfall

Neustadt.Das Verwaltungsgericht Neustadt hat die Klage eines Polizisten abgewiesen, der einen Vorfall mit Pyrotechnik im Stadion als Dienstunfall anerkennen lassen wollte. Er habe psychischen Schaden davongetragen, so die Begründung. Dem Gericht zufolge war der Kläger bei Spielen des 1. FC Kaiserslautern eingesetzt. Bei einer Begegnung beim Karlsruher SC sei etwa 50 Zentimeter neben dem Kläger Leuchtmunition niedergegangen. Der Mann tat zunächst weiter Dienst und war dann von November 2015 bis Januar 2016 sowie erneut ab März 2016 erkrankt. Im April 2017 wurde er vorzeitig wegen dauernder Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Ein fachärztliches psychiatrisches Gutachten bescheinigte eine posttraumatische Belastungsstörung. Ein vom Land in Auftrag gegebenes Gutachten kam zu einem anderen Schluss und lehnte den Antrag des Klägers ab. Ein Obergutachten des Verwaltungsgerichts stellte nun fest, dass durch das Ereignis keine posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst worden sei. Eine durch den Vorgang ausgelöste Erkrankung liege nicht vor.