Metropolregion

Lkw-Fahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Archivartikel

Wiesloch/Heidelberg.Wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg beim Amtsgericht Wiesloch Anklage gegen einen 63-jährigen Lastwagenfahrer erhoben. Das geht aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervor.

Dem Mann wird vorgeworfen, am 12. Februar auf der A 5 zwischen der Anschlussstelle Kronau und dem Autobahnkreuz Walldorf aufgrund von Unaufmerksamkeit zu spät gebremst und deswegen den Tod von vier Personen verschuldet zu haben. Bei den Toten handelt es sich um ein Elternpaar aus Nordrhein-Westfalen und deren 13-jährige Tochter – eine zweite Tochter im Alter von 15 Jahren hatte das Unglück schwer verletzt überlebt. Das vierte Opfer ist ein 60-jähriger Fahrer eines zweiten Wagens.

Zwei Autos unter Lkw geschoben

Nach den Erkenntnissen der Polizei hatte der Fahrer eines Sattelzuges verkehrsbedingt auf dem rechten von drei Fahrstreifen anhalten müssen. Zwei Autos dahinter hatten ebenfalls angehalten. Der 63-jährige Angeklagte hatte jedoch nicht mehr rechtzeitig bremsen können und so beide Autos unter den stehenden Sattelzug geschoben. Die Frau war schwer verletzt aus einem der Autos geborgen und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen worden.

Auf der Gegenfahrbahn hatte sich kurz danach zudem ein Gafferunfall mit insgesamt sieben Fahrzeugen ereignet. Dabei waren drei Personen verletzt worden. 

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