Metropolregion

Neuerscheinung

Markus Latka und Andreas Bauer veröffentlichen Ausflugstipps zu 150 naturkundlichen Zielen der Metropolregion

Archivartikel

Rhein-Neckar.Hoch hinaus auf einen Baumwipfelpfad oder tief hinein in die Erde in eine Tropfsteinhöhle - beides ist möglich, und zwischen diesen Extremen noch sehr viel mehr. 150 attraktive grüne Orte beschreibt das neue Buch „Naturkundliche Ausflugsziele in der Rhein-Neckar-Region“. Es belegt, dass die Metropolregion eben nicht nur wichtiger Industriestandort ist, sondern zahlreiche botanische, geologische oder zoologische Sehenswürdigkeiten aufzuweisen hat.

Mannheimer Studenten kennen ihn als Anbieter vieler Wanderungen als Teil des Hochschulsports: Markus Latka. Nachdem er bereits einen Wanderführer mit 31 Touren herausgegeben und sein 2017 erschienenes Buch „Die schönsten Weihnachtsmarkt-Spaziergänge“ in einer zweiten, erweiterten Auflage veröffentlicht hat, holte er sich nun Verstärkung von Andreas Bauer. Mit dem Biologen und der schon bewährten Carmen Braner als Lektorin erarbeitete er das neue Werk, das zahlreiche Überraschungen bietet.

Sicher - der Heidelberger und der Landauer Zoo sind bekannt, die Greifvogelwarte auf Burg Guttenberg auch, die großen Parks der Region wie das Fürstenlager Bensheim, der Luisenpark Mannheim, der Exotenwald Weinheim und der Schwetzinger Schlossgarten sowie die Grube Messel dürfen nicht fehlen.

Die Stärke des Buchs ist aber, dass es zuverlässig auch zu ganz neuen Streifzügen ermuntert. Wer weiß schon, dass am Neckar Biber leben und im Odenwald fleischfressende Pflanzen im Moor gedeihen? Das Buch führt auf verschlungenen Pfaden durch Naturschutzgebiete, zu eher unbekannten, schmucken kleinen Vogelparks oder Falknereien.

Sehr viel Service

Ob für kurze Ausflüge oder Tagestouren - die Autoren zeigen, welche abwechslungsreiche Vielfalt die Region bietet. Museen und Naturschutzzentren wie das „Biosphärenhaus“ in Dahn zählen dazu, man kann den Bergtierpark in Fürth ebenso entdecken wie das kleine „Frosch-Haus“ in Göcklingen bei Klingenmünster, das immerhin 250 Tieren - allen in Mitteleuropa vorkommenden Amphibienarten - eine Heimat bietet. Auch wo in der Pfalz seltene Arten von Feigen und Bitterorangen wachsen, kann der Leser kennenlernen.

Bewusst fassen die Autoren den Begriff „Natur“ sehr weit - und eröffnen damit auch den Blick auf faszinierende paläontologische Fundstätten, auf fünf Besucherbergwerke, imposante Steinbrüche und geologische Attraktionen wie das Naturdenkmal „Teufelstisch“ in der Pfalz.

Eine große Stärke des Buchs ist, dass die Touren nicht nur detailliert beschrieben, durch Kartenmaterial und gpx-Tracks zum Herunterladen ergänzt werden. Die Autoren haben zudem Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Nahverkehrs-Haltestellen aufgelistet - sehr praktisch.