Metropolregion

Pandemie Zahl der Corona-Fälle steigt in Speyer rapide an – mit einer Inzidenz von 367,9 landet die Domstadt Rheinland-Pfalz-weit auf Rang eins

Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen kommt

Speyer.Die Corona-Infektionszahlen sind in Speyer auf ein Rekordhoch geklettert. So ist der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert pro 100 000 Einwohner bis Montag auf 367,9 gestiegen. Damit rangiert die Domstadt in Rheinland-Pfalz auf Platz eins und bundesweit sogar auf Rang zwei. In der Metropolregion weist nur Ludwigshafen mit 312,3 einen ähnlich hohen Wert auf. Mannheim (203,8), Heidelberg (161), Frankenthal (192,8), Worms (97,0) und Neustadt (86,4) liegen deutlich dahinter.

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Die Stadt Speyer plant nun eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum einzuführen, wie sie in Ludwigshafen bereits gilt. „Leider ein notwendiger Schritt angesichts der steigenden Infektionszahlen“, sagt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. Die neuen Regelungen sollen ab Mittwoch, 18. November, in Kraft treten und lägen den zuständigen Landesbehörden derzeit zur Zustimmung vor. Gegenstand der Allgemeinverfügung sei die Verpflichtung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zwischen 8 und 20 Uhr auf öffentlichen Straßen und Plätzen zu tragen. Dazu gehören die Maximilianstraße einschließlich Domplatz und Postplatz, die Korngasse sowie die Wormser Straße zwischen Maximilianstraße und Willy-Brandt-Platz. Zudem soll die Maskenpflicht in verschiedenen Seitenstraßen gelten.

„Leider sind die Fallzahlen in Speyer derzeit so hoch, dass wir mittlerweile die meisten Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz zu verzeichnen haben. Wir nehmen die Lage sehr ernst und wollen mit der Allgemeinverfügung weitere Maßnahmen erlassen, um die Zahlen zu senken“, erklärt die Oberbürgermeisterin. So schlügen sich auch die Infektionen in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) – wo 69 Menschen infiziert sind – sowie eine große Anzahl an Infektionen in Seniorenheimen und in Schulen in dem aktuellen Inzidenzwert von 367,9 nieder.

Verstärktes Testen

Obwohl die Stadt Kenntnisse von „Hot-Spots“ hat, bleibe das Infektionsgeschehen nach Auskunft des Gesundheitsamtes leider sehr diffus. Auch die erneute Inbetriebnahme des Abstrichzentrums in der Halle 101 habe zahlreiche asymptomatische Fälle aufgedeckt. „Diese Strategie und das verstärkte Testen ist mit Sicherheit der richtige Weg, denn auf diese Weise können Infektionsfälle rechtzeitig erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden.“ 

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