Metropolregion

Mehr als 3700 Kontrollen - fast 400 Fahrer mit „elektronischem Gerät“ am Steuer erwischt

Archivartikel

Die Polizei hat bei dem bundesweiten Aktionstag am Donnerstag insgesamt mehr als 3 700 Personen in den Präsidialbereichen der Polizei Mannheim, Ludwigshafen und Südhessen kontrolliert – fast 400 sind mit einem elektronischen Gerät am Steuer erwischt worden.

In der Zeit zwischen sechs und 24 Uhr wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim 24 Kontrollstellen betrieben. Zudem waren zahlreiche mobile Kontrolltrupps unterwegs. Insgesamt wurden 2.209 Autos, 72 Lastwagen und 230 Radfahrer untersucht. Dabei fielen den Beamten 362 Leute auf, die nicht angeschnallt waren. 236 Autofahrer benutzten widerrechtlich während der Fahrt ein Mobiltelefon, bei den Radfahrern waren es 16.

Polizei Rheinpfalz zählt 282 Verstöße - Südhessen 148

Auch das Polizeipräsidium Rheinpfalz zieht nach dem Aktionstag Bilanz: Bei 621 Fahrzeugkontrollen (448 Autos, 57 Lkws und 113 Radfahrer) stellten die Beamten im Bereich des Präsidiums insgesamt 282 Regelverstöße fest. 89 Verstöße bezogen sich auf die Handynutzung am Steuer.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Südhessen kontrollierten die Polizeibeamten mehr als 580 Fahrzeuge und stellten dabei 148 Vergehen fest. In der Zeit von 6 Uhr bis 22.30 Uhr waren die Polizisten südhessenweit im Einsatz. Bis in die Abendstunden wurden 460 Autos, 24 Lastwagen sowie 65 Radfahrer gestoppt.

Von den 148 Verstößen gingen 54 auf das Konto der Nutzung elektronischer Geräte im Straßenverkehr. In 88 Fällen wurden andere Regelverstöße geahndet, wie zum Beispiel das Nicht-Einhalten der Anschnallpflicht.

Wer während der Fahrt rechtswidrig ein elektronisches Gerät nutzt, muss laut Bußgeldkatalog 100 Euro zahlen, zudem gibt es einen Punkt in Flensburg. Wer dabei einen Menschen gefährdet, muss 150 Euro hinlegen und bekommt zwei Punkte in Flensburg. Wer dabei Sachbeschädigung betreibt zahlt 200 Euro und muss mit 2 Punkten in Flensburg rechnen. Radfahrer müssen nach dem Bußgeldkatalog 55 Euro hinlegen, wenn sie während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzen.

Präventionscharakter der Kontrollen im Vordergrund

17 Autofahrer hatten keine Kindersicherung in ihrem Wagen. Wer gegen die Gesetze zur Sicherung der Kinder im Auto verstößt, muss laut Bußgeldkatalog zwischen 30 und 70 Euro Strafe zahlen. Im Fokus der Aktionen standen nach Angaben der Polizei allerdings nicht repressive Maßnahmen, sondern der Präventionscharakter der Kontrollen.

In einem besonderen Fall fiel Beamten des Polizeireviers Heidelberg-Nord ein 43-jähriger Autofahrer auf der Berliner Straße in Heidelberg auf, der während der Fahrt sein Mobiltelefon nutzte. Bei einer durchgeführten Kontrolle gab er an, dass sich sein Arbeitskollege schwer an der Hand verletzt hätte und er ihn nun in ein Krankenhaus fahren würde. Der Beifahrer hatte sichtbare Verletzungen. Der 43-Jährige Fahrer gab zudem an, dass er seinen Führerschein "abgegeben habe" und nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sei. Die Polizisten brachten daaufhin den verletzten Beifahrer, in ein nahegelegenes Krankenhaus. Auf den 43-jährigen Fahrer wartet eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

An dem Aktionstag „sicher.mobil.leben“ waren am Donnerstag etwa 11 000 Polizisten bundesweit im Einsatz.