Metropolregion

Natur Schwieriges Jahr für Weißstörche - außer in der Pfalz

Mehr Junge geschlüpft

Bornheim.Heftiger Regen und Kälteeinbrüche ließen 2017 in Deutschland keine gute Brutsaison für die Weißstörche zu: "Es gab weniger Nachwuchs und deshalb auch weniger Störche, die sich auf die Reise in ihre Winterquartiere im Süden machten," heißt es beim Naturschutzbund Deutschland (NABU), der indes erneut von einer "stabilen Zahl von rund 6300 Brutpaaren" zwischen Ostsee und Bodensee ausgeht.

Während die Weißstörche vor allem in Mecklenburg-Vorpommern mit der Witterung Probleme hatten, kamen sie in Rheinland-Pfalz besser über die sommerlichen Runden: Nach Angaben von Christiane Hilsendegen, der Leiterin des rheinland-pfälzischen Storchenzentrums in Bornheim, wurden im Land 291 Brutpaare gezählt - 29 mehr als im vergangenen Jahr. Nach einem vorläufigen Ergebnis hatten diese 524 Junge (2016: 408 Jungstörche), die mit ihnen in den warmen Süden flogen. Im Schnitt liegt die Zahl der Jungstörche in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr bei 1,8 pro Brutpaar (2016: 1,58). Die günstige Situation in der Pfalz ist insbesondere auch menschlicher Hilfe zu verdanken: In der Südpfalz werden vor allem bei Offenbach Wiesen nach einem alten System bewässert und sorgen so für ausreichend Nahrung für die Störche. Hinzu kommt, dass in der Bornheimer "Storchenscheune" der "Aktion Pfalzstorch" kranke Tiere wieder aufgepäppelt werden. Meist leben dort mehr als 30 "Patienten". rs