Metropolregion

Tiere Zweite Hälfte der Paarungszeit bei Rehen

Mehr Wild auf Straßen

Archivartikel

Heidelberg.Um mehr Aufmerksamkeit und weniger Gas bei Autofahrern in der Region bittet das Landratsamt Rhein-Neckar. Weil nun die zweite Hälfte der Paarungszeit (Blattzeit) bei Rehen beginnt, kann es passieren, dass die Wildtiere häufiger als sonst und selbst tagsüber wie blind über die Straße laufen. Besonders betroffen sind laut Wildtierbeauftragtem Dorian Jacobs Gegenden mit dichtem Straßennetz. Dazu zählen etwa die Bereiche um Wiesloch und Hockenheim.

„Trifft man Wild auf der Fahrbahn oder im Fahrbahnbereich an, heißt es bremsen und laut hupen“, erklärt er. „Bei Dunkelheit sollte zusätzlich abgeblendet werden.“ Ist ein Zusammenstoß unvermeidlich, rät er dringend vom Ausweichmanöver ab, „die gehen meist schief. Da bleibt nur, das Lenkrad festhalten und Vollbremsung hinlegen.“ Im vergangenen Jagdjahr, das vom 1. April bis zum 31. März gilt, sind im Rhein-Neckar-Kreis 528 Rehe allein auf den Straßen zu Tode gekommen. „Die Dunkelziffer ist noch höher“, sagt Jacobs. „Und wir sprechen hier ,nur’ von Rehwild.“ 

Zum Thema