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"MM" startet Podcast "Mensch Mannheim"

Archivartikel

Mannheim.Der Mannheimer Morgen geht mit einem neuen Interview-Podcast an den Start. Chefredakteur Karsten Kammholz spricht in „Mensch Mannheim“ regelmäßig mit Persönlichkeiten aus der Stadt und der Region über Themen, die sie und die Gesellschaft bewegen. In der Pilotfolge berichtet der in der Oststadt lebende Jura-Professor Moritz Renner erstmals ausführlich über den Beschwerdebrief, den er aufgrund von Kinderlärm erhalten hat. Renner hatte den Brief bei Twitter verbreitet und damit großes bundesweites Interesse ausgelöst. Das Schreiben, erzählt der 39-Jährige im Gespräch, sei rund 150.000 Mal gelesen worden. „Das scheint einen Nerv getroffen zu haben.“



In dem anonymen Brief, der mit dem Absender „Ihre Nachbarschaft“ versehen ist und der auch bei anderen Anwohnern in den Briefkästen lag, heißt es: „Ein permanentes Aufhalten im Gartenbereich Ihres Hauses mit teilweise sehr laut spielenden Kindern ist für Ihre Nachbarschaft eine erhebliche Einschränkung dahingehend, dass man selbst die gewünschte Ruhe auf dem Balkon/im Garten nicht genießen kann.“ Das gelte insbesondere "für den frühen Vormittag, die Mittagszeit (12 bis 15 Uhr) und den frühen Abend! Erst recht gilt das für das Wochenende!“

Renner fragt sich im Podcast-Interview, wann aus Sicht der „Nachbarschaft“ der beste Zeitpunkt für die Kinder zum Spielen sein soll. Zumal Geräusche von Kindern kein Lärm im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes sind. Er ist überzeugt, dass die Phase der Corona-Pandemie bei den Menschen „zu einer gewissen Verunsicherung und Reizbarkeit“ geführt habe.

Wie seine Familie nun mit den Nachbarn umgehen will und wie der Brief seinen Umgang mit den eigenen Kindern beeinflusst hat, hören Sie im Podcast „Mensch Mannheim“ hier beim Mannheimer Morgen und auf den Audioplattformen Apple Podcasts, Spotify und Deezer.

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