Metropolregion

Flächentestung geplant

Nach Corona-Ausbruch in Heidelberger Firma: Fünf Infizierte in Flüchtlingsunterkunft in Hockenheim

Archivartikel

Hockenheim.In der Hockenheimer Flüchtlingsunterkunft sind fünf Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie stehen in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in der Firma Gaster Wellpappe in Heidelberg. Wie das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis am Dienstag bekannt gab, hat das Gesundheitsamt nun entschieden, in der Unterkunft in der Vierten Industriestraße 5 am morgigen Mittwoch eine Flächentestung durchzuführen. Die Flüchtlingsunterkunft in Hockenheim ist eine kommunale Unterkunft im Rahmen der Anschlussunterbringung der Stadt Schwetzingen. Insgesamt leben dort rund 75 gemeldete Bewohner. Nach einem Brand im Hotel „Atlanta“ in Schwetzingen hatten sie in die alternative Unterkunft in Hockenheim umziehen müssen.

„Die Flächentestung der Bewohner ist mit der Stadt Schwetzingen und der Stadt Hockenheim abgestimmt“, sagte Andreas Welker, stellvertretender Amtsleiter des Gesundheitsamtes, laut Mitteilung des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis. Die positiv getesteten Personen seien isoliert worden und würden sich in Quarantäne befinden, heißt es weiter in der Mitteilung vom Dienstag. Enge Kontaktpersonen ersten Grades seien ermittelt worden. Das Gesundheitsamt stehe bezüglich der Isolierung und Versorgung der Bewohner im engen Kontakt mit der Unterkunftsverwaltung und den Ordnungsämtern der Städte Schwetzingen und Hockenheim. „Wir kommen gerne unserer Verantwortung als kommunale Unterbringungsbehörde nach, auch wenn sich die Unterkunft auf der Gemarkung der Stadt Hockenheim befindet“, so Pascal Seidel, Ordnungsamtsleiter der Stadt Schwetzingen.

Für den Ernstfall gewappnet

So sei die Stadt Schwetzingen bereits für den Ernstfall gewappnet und stehe mit Security-Dienst und Caterer im Gespräch, „falls es zu einer Quarantäne für alle Bewohner kommen sollte“, wie Seidel laut Mitteilung des Landratsamts sagte. „Aktuell sensibilisieren wir die Bewohner über unser Integrationsmanagement, sich nach Hause – in das eigene Zimmer – zu begeben und hängen entsprechende Hinweiszettel aus.“

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