Metropolregion

Nach Explosion in Wiesloch: 75-Jähriger schwebt in Lebensgefahr

Archivartikel

Wiesloch.

Der bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Wiesloch verletzte 75-jährige Bewohner schwebt in Lebensgefahr. Am Mittwoch haben Experten die Brandstätte untersuchen. Die Ursache für das Unglück ist nach Angaben der Polizei aber weiterhin unklar.

Im Laufe des Donnerstages sollen zusätzlich Brandermittler des Landeskriminalamts Stuttgart an den Ermittlungen beteiligt werden. Eine Propangasflasche sei vor Ort sichergestellt worden. Diese soll ebenfalls kriminaltechnisch untersucht werden. Einen wichtigen Beitrag zur Klärung der Umstände erhoffen sich die Ermittler von den Aussagen des 75-Jährigen. Allerdings sei er derzeit noch nicht vernehmungsfähig.

Die Explosion ereignete sich am Dienstag gegen 15.40 Uhr (Wir berichteten). Teile des Gebäudes wurden durch die Explosion und das darauffolgende Feuer zerstört. Auch zwei Fahrzeuge, die in der Nähe des Hauses standen, wurden erheblich beschädigt. Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften vor Ort.  Noch am Dienstagabend wurde das Dachgeschoß und das erste Obergeschoss des Hauses mit einem Bagger abgerissen. Das Gebäude galt als stark einsturzgefährdet. Die dafür veranlasste Sperrung der Schwetzinger Straße wurde gegen 22 Uhr aufgehoben.

Ein 75-jähriger Bewohner, der sich während der Explosion im ersten Obergeschoss des Hinterhauses aufgehalten hatte, wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Er schwebt in Lebensgefahr und wird intensivmedizinisch versorgt.

Nach ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden auf rund 200.000 Euro.

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