Metropolregion

„Fuchsbuckel“ Anwälte wollen Urteil wegen fahrlässiger Tötung

Neue Anträge im Prozess

Archivartikel

Darmstadt/Heppenheim.Zwei Anwälte mit immer neuen Beweisanträgen und ein Richter, dem allmählich die Geduld ausgeht: Auch am gestrigen elften Tag im Mordprozess gegen den 19 Jahre alten M. D., der am 30. Dezember des vergangenen Jahres einen tödlichen Unfall auf dem Parkplatz „Fuchsbuckel“ bei Heppenheim verursacht haben soll, legten die Verteidiger Sebastian Scharmer (Berlin) und Stephan Kuhn (Frankfurt) der 2. Großen Jugendkammer unter dem Vorsitz von Marc Euler mehrere Anträge vor.

Damit will die Verteidigung den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, D. habe die Tötung einer 39-jährigen Frau aus Düsseldorf durch sein Fahrverhalten billigend in Kauf genommen, erschüttern. Erstmals formulierten die Anwälte ihr Ziel ausdrücklich: Sie wollen eine Verurteilung ihres Mandanten wegen fahrlässiger Tötung erreichen. Der Angeklagte, obwohl ohne Führerschein, sei oft auf Autobahnen unterwegs gewesen. Die Verhandlung wird am Mittwoch fortgesetzt.

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