Metropolregion

Justiz Staatsanwalt plädiert im „Fuchsbuckel“-Prozess

Neun Jahre Haft gefordert

Archivartikel

Darmstadt.Die Staatsanwaltschaft hat nach einem tödlichen Autounfall auf dem Autobahnparkplatz „Fuchsbuckel“ bei Heppenheim neun Jahre Freiheitsstrafe wegen Mordes nach dem Jugendstrafrecht für einen 19-Jährigen gefordert. Die Verteidiger werteten die Tat dagegen am Mittwoch in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Darmstadt als fahrlässige Tötung.

Der junge Deutsche war im Dezember 2018 auf der Autobahn 5 in Südhessen vor zwei Polizeistreifen geflohen. Der Raser fuhr aus Sicht der Anklage mit über hundert Stundenkilometern in ein parkendes Auto. Dabei wurden eine 39 Jahre alte Düsseldorferin tödlich und ihr zehnjähriger Sohn schwer verletzt. Das Urteil soll am Montag, 4. November, gesprochen werden.

Die Staatsanwaltschaft hielt dem jungen Mann vor, „in letzter Sekunde“ mit über 150 Stundenkilometern von der linken Spur auf den Parkplatz eingebogen zu sein, bei nur 64 Metern Bremsweg. Die darauf folgende Kollision wertete sie als Mord, weil der Angeklagte mit der Flucht seine Straftaten Fahren ohne Führerschein, ohne Zulassung und ohne gültiges Nummernschild verdecken wollte. 

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