Metropolregion

Brauchtum 65. Dichterwettstreit am Samstag in Bockenheim / Jeweils fünf Frauen und Männer treten an

Pfälzer Mundart-König gesucht

Bockenheim.Jeweils fünf Frauen und fünf Männer stehen am Samstag, 14. Oktober, 15 Uhr, im Finale des 65. Pfälzischen Mundartdichter-Wettstreits in Bockenheim am Nordende der Deutschen Weinstraße. Sie qualifizierten sich nach einer Vorauswahl durch eine Zehner-Fachjury aus Sprachwissenschaftlern, Germanisten und Historikern.

Bereits vergeben sind drei mit je 100 Euro dotierte Sonderpreise "fer Neie" an die Mannheimerin Erika Schmitz, zum Thema "Grenzen" an Barbara Franke (Zweibrücken) und für eine mundartliche Neuerscheinung an Hermann J. Settelmeyer (Lingenfeld).

Mit ihren mundartlichen Gedichten im Pfälzer Dialekt werden sich auf der Bühne des Kerwe-Festzeltes folgende Autoren präsentieren: Manfred Dechert (Ludwigshafen), Renate Demuth (Kaiserslautern), Regina Pfanger (Herxheim), Peter Kiefer (Berlin), Barbara Franke (Zweibrücken), Gisela Gall (Bad Dürkheim), Maritta Reinhardt (Wonsheim), Matthias Zech (Speyer), Peter Stolz (Mandelbachtal) und Frank Wittmer (Mainz).

Von den Kandidaten dieses Jahres gewann Manfred Dechert (60 Jahre) bereits viermal in Bockenheim - Gisela Gall (77) und die Vorjahressiegerin Renate Demuth (73) holten je einmal den ersten Preis. Der Wettbewerb, der 1953 von dem Bockenheimer Amtsrat Hans Niederberger initiiert wurde, dient der Förderung der pfälzischen Mundartdichtung und bietet links- und rechtsrheinischen Autoren ein kritisches Forum und eine breite Öffentlichkeit. In diesem Jahr ist erstmals ein Pfälzer dabei, der in Berlin lebt.

Der Bockenheimer Mundartdichter-Wettstreit ist der älteste der vier gleichartigen Pfälzer Wettbewerbe. Es gibt Preisgelder in Höhe von insgesamt 900 Euro - allein 300 Euro für das Siegergedicht. (rs)