Metropolregion

Umweltschutz Zentralstelle der Forstverwaltung überrascht von unzähligen Helfern im gesamten Biosphärenreservat

Pfälzerwald: Riesige Resonanz bei Müll-Aktion

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die Anzahl der Helfer ist kaum aufzuschlüsseln, aber an der Feststellung, dass eine der größten Waldsäuberungsaktionen, die es im Biosphärenreservat Pfälzerwald je gegeben hat, ein riesiger Erfolg war, besteht nach Ansicht der Initiatoren kein Zweifel. „Rein in den Wald, raus mit dem Müll“, hatte es am Sonntag geheißen. Von Einzelpersonen, über viele Familien und Jugendgruppen, bis hin zu ganzen Vereinen gingen bei den Organisatoren vom Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz während eines Zeitraums von sechs Wochen fast täglich Anmeldungen ein. Seit Ende September sei das Interesse an der Aktion stetig gewachsen, resümierte am Montag der Direktor der Zentralstelle der Forstverwaltung, Stefan Asam. „Die Bereitschaft, Hinterlassenschaften anderer Waldbesucher einzusammeln, war für uns unerwartet groß“, so Asam am Montag. Yannick Scherthan, Mitinitiator des Aktionstages, berichtete von einer überwältigenden Resonanz in den sozialen Medien. Wie viele Menschen mit Mülltüte oder Mülleimer, mit Handschuhen, Greifzangen und Papierpickern am Ende tatsächlich unterwegs waren und wie viele Kilogramm Müll bei dieser Aktion zusammenkamen, sei nicht feststellbar.

Viele hätten den gesammelten Unrat mit nach Hause genommen und dort entsorgt. Die Initiatoren hatten dazu aufgerufen, Mails mit Bildern vom Müllsammeln an das Johanniskreuzer Infozentrum zu schicken. Tatsächlich gingen dort am Sonntag Zuschriften aus allen Teilen des Pfälzerwalds ein. Viele aus dem Nordpfälzer Bereich, aus Bad Dürkheim und den Tourismusorten entlang der Haardt bis hinein ins Dahner Felsenland und entlang der französischen Grenze hätten die Menschen ihr grünes Herz für den Pfälzerwald gezeigt.

Hoffnung für Klimaschutz

Die Resonanz habe ihm als Forstmann auch gezeigt, dass wir bei unserem dringenden Werben für einen Quantensprung für mehr Klimaschutz berechtigt auf die Mithilfe der Gesellschaft hoffen dürfen. Konsequenter Klimaschutz ist der beste Waldschutz, so Asam. 14 Partnerorganisationen, Behörden und Verbände schlossen sich dem Appell der Forstleute an und bewarben den Aufruf über ihre jeweiligen Netzwerke. Besonders erfreulich: Der CVJM Pfalz und die Initiative „Land in Bewegung“ beteiligten sich aus eigenem Antrieb.

Einige verbanden das Müllsammeln mit ihrer sonntäglichen Jogging- oder Mountainbiketour. Was da vom Wegesrand und von Wanderparkplätzen ans Tageslicht befördert wurde, zeigen Bilder: Von verrosteten Autobauteilen bis zu Corona-Einwegmasken reichte das Spektrum. Besonders häufig wurden Taschentücher und Plastikverpackungen aus der Natur entfernt, aber auch Flaschen und Dosen.

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