Metropolregion

Verkehr Wegen Sanierungsarbeiten ist die Kurt-Schumacher-Brücke an drei Wochenenden in Richtung Ludwigshafen gesperrt

Pfalz noch schlechter erreichbar

Archivartikel

Ludwigshafen.Harte Zeiten für Autofahrer: Die Kurt-Schumacher-Brücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen wird wegen Instandhaltungsarbeiten an drei Wochenenden in Richtung Ludwigshafen gesperrt. Seit der Sperrung der Hochstraße Süd (B 37) sind Hochstraße Nord und Kurt-Schumacher-Brücke für Pendler und Ausflügler die einzige durchgängige Route in die Pfalz.

Mancher Hüttenwirt aus dem Pfälzerwald bangt deshalb um Gäste aus Mannheim, die womöglich wegbleiben. Die Schumacher-Brücke steht nach Angaben der Stadt Mannheim, die für das Bauwerk zuständig ist, an den Wochenenden 18. bis 21. und 25. bis 28. Oktober sowie vom 15. bis 18. November nicht zur Verfügung. Gearbeitet wird jeweils von Freitagabend, 20 Uhr, bis Montagmorgen fünf Uhr. Die Spuren in Richtung Mannheim seien nicht betroffen. Auch der Rad- und Gehweg könne genutzt werden.

Schäden festgestellt

Hintergrund sind massive Schäden an der 20 Jahre alten Übergangskonstruktion der Brücke, die 2017 bei Kontrollen festgestellt worden waren. Im vergangenen Jahr seien sie auf der Ludwigshafener Seite repariert worden. Nun folge der Mannheimer Teil. „Wegen der angespannten Verkehrssituation haben wir die Arbeiten nochmals auf den Prüfstand gestellt, aber wir können den Austausch der Bauteile nicht verschieben, wenn die Schumacher-Brücke langfristig funktionsfähig bleiben soll“, betont ein Sprecher der Stadt Mannheim.

Beim Ludwigshafener Einzelhandelsverband stößt die Sperrung auf wenig Gegenliebe: „Das ist ganz schlecht für uns, denn Samstag ist der stärkste Verkaufstag“, sagt der Vorsitzende Edmund Keller. Im Vorfeld habe er von der Maßnahme nichts gewusst. Die Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar hält es für „inakzeptabel“, dass die Stadt Mannheim die Bauarbeiten erst zwei Tage vor Beginn kommuniziert hat. Positiv sei allerdings, dass der verkaufsoffene Sonntag in Ludwigshafen am 3. November von der Sperrung nicht betroffen sei.

Kritik hagelt es auf der Facebook-Seite dieser Zeitung: „Am besten wir lernen endlich das Fliegen à la Harry Potter“, schreibt Monika Bähr. Als „Luxit“ und „geplanten Austritt aus dem deutschen Staatenbund“ wertet Mike Remp die Sperrung.

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