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Prozess soll Montag enden

Plädoyers im Fall Torun: Verteidigung weist Mordvorwurf zurück

Archivartikel

Frankenthal/Ludwigshafen.Im Prozess gegen ein Trio, das zwei Unternehmer aus Brühl und Ludwigshafen entführt, erpresst und ermordet haben soll, haben Anklage und Verteidigung im Landgericht Frankenthal ihre Plädoyers gehalten. So sollen die beiden 38 und 49 Jahre alten Türken aus Ludwigshafen sowie die 43-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln aus Stuttgart, den Brühler Unternehmer Marian H. sowie den Ludwigshafener Geschäftsmann Ismail Torun verschleppt und umgebracht haben.

Die Verteidigung wies am Freitag in nichtöffentlicher Sitzung die Mordvorwürfe zurück und beantragte eine Verurteilung lediglich wegen der Raub- und Erpressungsdelikte. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, die Angeklagten wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubs mit Todesfolge zu lebenslanger Haft zu verurteilen sowie die besondere Schwere der Schuld festzustellen.

Das Verfahren soll an diesem Montag in nichtöffentlicher Verhandlung fortgesetzt werden. Dabei erhalten die Angeklagten die Gelegenheit zu Schlussvorträgen. Ein Urteil könnte demnach am nächsten Freitag fallen.

Der Anklage zufolge sollen ein 38 Jahre und ein 49 Jahre alter Türke aus Ludwigshafen und eine 43-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln aus Stuttgart 2016 einen Geschäftsmann (64) aus Baden-Württemberg entführt und ihm Geld abgepresst haben. Danach wurde der aus Ex-Jugoslawien stammende Mann erdrosselt. Das Trio soll auch einen Geschäftsmann (49) mit türkischen Wurzeln getötet haben. Er sei entführt und nach der Übergabe von 975 000 Euro erdrosselt worden.

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