Metropolregion

A 5-Unfall Löwenbaby „Lea“ reiste nicht alleine

Polizei sucht exotischen Vogel

Archivartikel

Kronau/Landau.Das sieben Wochen alte Löwenmädchen, das am Dienstag nach einem Unfall auf der A 5 entdeckt worden ist, war offenbar nicht allein auf Reisen. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass ein exotischer Vogel im Anhänger des slowakischen Unfallfahrzeugs war. Mehrere Zeugen hätten einen Tukan ähnlichen Vogel aus dem Anhänger fliegen sehen. Laut Ermittlern soll es sich dabei um eine Art Nashornvogel handeln. Dieser sei in der Nähe einer Kiesgrube bei Kronau gesichtet worden. „Mehrere Menschen haben bei der Polizei angerufen und einen ,komischen, in unseren Breiten unüblichen Vogel’ gemeldet“, berichtet ein Polizeisprecher. Die Herkunft der Tiere ist unklar.

Fahrer eingeschlafen

Mittlerweile gehen die Ermittler auch von einem anderen Unfallhergang aus: Demnach soll der 54-jährige Fahrer des Kleinbusses mit Anhänger, der die Tiere transportierte, während der Fahrt in Richtung Karlsruhe eingeschlafen sein.

Die Beamten der Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim haben die Transportpapiere in slowakischer Sprache sichergestellt. „Sie werden jetzt übersetzt und ausgewertet. Nach jetzigem Erkenntnisstand sollte der Transport von der Slowakei aus nach Spanien in den Raum Barcelona gehen. Ob der Transport rechtmäßig erfolgte und die tierschutztransportrechtlichen Bestimmungen eingehalten wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen“, so der Sprecher.

Zudem versuchen die Beamten herauszufinden, wo sich der Tukan ähnliche Vogel gerade aufhält. Wer den exotischen Vogel mit dem auffälligen Schnabel sieht, soll das nächste Revier informieren. 

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