Metropolregion

Justiz Anklage bewertet Schüsse als erforderlich

Polizisten handelten in Notwehr

Kirchheim.Die tödlichen Schüsse bei einem Polizeieinsatz in Kirchheim bei Grünstadt im Oktober 2018 waren der Justiz zufolge aus Notwehr auf einen 25 Jahre alten Mann abgegeben worden. Die Ermittlungen gegen eine Polizeibeamtin und einen Polizeibeamten seien eingestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Mittwoch mit. Die beiden Polizisten seien nach Eingang eines Notrufs in der betreffenden Wohnung „plötzlich und unerwartet mit einer spitzen Schere angegriffen“ worden, hieß es. Die zwei Beamten erlitten dabei Stichverletzungen am Kopf.

„Um weitere – lebensgefährliche – Angriffe abzuwehren, gaben diese zusammen sechs Schüsse ab, wodurch der Angreifer tödlich getroffen wurde“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. „Die Schüsse waren erforderlich zur Verteidigung gegen den noch immer fortwährenden Angriff.“ Die Anklagebehörde werte den Einsatz als „geboten und erforderlich“ und somit als Notwehr. Die Streife – eine 31 Jahre alte Frau und ein 56 Jahre alter Mann – war von einer Frau zu Hilfe gerufen worden, weil ihr unter Drogeneinfluss stehender Sohn sie mit einer Schere attackierte. Im weiteren Verlauf starb der 25-Jährige durch Schüsse der Polizei. Auch die Mutter starb, demzufolge an Schlägen und Stichen des Sohns. lrs/sal