Metropolregion

250 000 Euro Sachschaden und fünf verletzte Polizeibeamte

Randalierer verwüstet Spielcasino in Worms

Archivartikel

Worms.250 000 Euro Sachschaden und fünf verletzte Polizeibeamte – ein randalierender Mann hat am späten Dienstagabend ein Spielcasino in Worms total verwüstet und bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand geleistet.

Nach Angaben der Polizei war der 25-jährige Wormser vor einigen Wochen bereits in einen Streit verwickelt, bei dem er mehrere Personen bedroht und einen Mann leicht verletzt hatte. Die damaligen Kontrahenten glaubte er jetzt wiedererkannt zu haben, worauf er sich schutzsuchend in das Spielcasino in der Alzeyer Straße flüchtete und eine Angestellte aufforderte, die Polizei zu verständigen.

Als die 37-Jährige diesem Wunsch nicht nachkommen wollte, warf der Mann eine Tasse nach ihr und verletzte die Frau an der Hand. Anschließend warf er Flaschen auf Bildschirme und Spielautomaten. Schließlich eskalierte die Situation derartig, dass der Randalierer mehrere Spielautomaten aus den Verankerungen riss und diese durch die Schaufenster auf die Straße warf. 

Als die Polizei vor Ort eintraf und den 25-Jährigen festnehmen wollte, leistete dieser erheblichen Widerstand. Er schlug und trat um sich und konnte sich zunächst der Festnahme entziehen. Auf seiner Flucht versuchte er in eine gegenüberliegende Tankstelle einzudringen. Dort rannte er mehrmals gegen die geschlossene Eingangstür und beschädigte diese. Schließlich gelang es, den Mann, der bei seiner Festnahme ein Messer bei sich führte, unter dem Einsatz von Pfefferspray festzunehmen. Als er bereits gefesselt war, spuckte der Beschuldigte einer Polizeibeamtin und einem Polizeibeamten ins Gesicht.

Bei der Festnahme wurden zwei Polizisten und drei Polizistinnen verletzt. Die beiden Opfer der Spuckattacke wurden nach Angaben der Polizei vorsorglich in der Universitätsklinik Mainz medizinisch versorgt.

Der Beschuldigte musste die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung gegen ihn eingeleitet.