Metropolregion

Freizeit „Schweizerhaus“ oberhalb von Weyher öffnet nach langem Umbau wieder / 200 000 Euro investiert

Rückkehr auf die Pfälzer Hüttenlandkarte

Archivartikel

Weyher.Sechs Jahre nach seiner Schließung wird das romantische „Schweizerhaus“ des Pfälzerwaldvereins (PWV) Weyher am morgigen Mittwoch wieder seine Pforten öffnen – in alter Größe, aber in völlig neuem Gewand. Die am Wanderweg zwischen St. Martin und Burrweiler – mit rotem Balken als Markierung– hoch über Weyher gelegene Hütte mit einem weiten Blick über das Rebenmeer der südlichen Vorderpfalz wurde von der PWV-Ortsgruppe von Grund auf renoviert, seit der letzte Hüttenwirt Gerhard Anselmann und seine Frau Roswitha aus Altersgründen Abschied nahmen.

Etwa 200 000 Euro, davon rund 90 000 Euro durch Spenden und Zuschüsse, wurden in neue Sanitäranlagen, eine Küche und neuzeitliche Einrichtungen investiert. Nach einem eher internen „Fertigstellungsfest“ steht der Termin für die Wiedereröffnung fest: Ab 1. August will der neue Hüttenwirt Ralf Keller, der bisher im nahen „Hüttenbrunnen“ der Ortsgruppe Edenkoben hinter dem Tresen stand, das weitbekannte „Schweizerhaus“ wieder zu einem Wanderer-Treff mit überregionaler Bedeutung machen.

Geöffnet ist die Hütte jeweils montags, mittwochs und am Wochenende. Rund 70 Sitzplätze innen und weitere 70 Sitzplätze an Freiluft-Garnituren auf der Terrasse stehen den Wanderern zur Verfügung, die die Hütte in der Regel von Weyher aus zu Fuß ansteuern müssen. Eine normale Autozufahrt ist nicht möglich. Das bleibt auch eine Belastung für die PWV-Ortsgruppe Weyher und ihre 200 Mitglieder: Es gibt keine Wasserleitung – jeder Bedarf für den Hüttenbetrieb muss nach oben transportiert werden. „Wir haben auch keine Abwasserleitung, auch dieser Aspekt wird uns auf Dauer belasten“, sagte Vorstandsmitglied Tanja Wiedmann.

Das „Schweizerhaus“ gibt es mit Unterbrechungen seit etwa 1880. Zwischendurch war es so marode, dass es jahrelang geschlossen werden musste. Erst am 5. Juni 1933 wurde es im „Schweizer Baustil“ wieder errichtet – was ihm seinen heutigen Namen gab. Mit den insgesamt rund 140 Plätzen ist es die größte Gaststätte des kleinen Weindorfs Weyher am Haardtrand, von dessen 600 Einwohnern jeder Dritte Mitglied der PWV-Ortsgruppe ist.