Metropolregion

„Ruhig bleiben, Fakten checken“

Jürgen Hochdörfer ist stellvertretender Feuerwehrinspekteur im Kreis Düw

Herr Hochdörfer, was kann ich tun, wenn ich sehe, dass es in einem Haus brennt?

Jürgen Hochdörfer: Ruhig bleiben und die Fakten checken. Das heißt, schauen, was brennt und wo, wie viele Personen im Haus sind oder sein könnten, die Feuerwehr alarmieren und versuchen, nach draußen zu kommen. Löschversuche unternehmen sollte man nur, wenn man es sich zutraut. So ein Feuerlöscher ist schwerer, als man denkt, und in dieser Situation ist es entscheidend, einfache Handgriffe zu beherrschen.

Was soll ich tun, wenn ich im oberen Stockwerk bin und der Weg nach unten versperrt ist?

Hochdörfer: Zunächst sollte man die Wohnungstür verschließen, um eine Brandausweitung zu unterbinden. Wenn man Nachbarn hat, sollte man diese alarmieren. Dann sollte man zum Fenster gehen und sich bemerkbar machen.

Was sage ich im Idealfall am Telefon, wenn ich die Feuerwehr alarmiere ?

Hochdörfer: Wer die 112 anruft, landet automatisch bei der neuen Integrierten Leitstelle. Dort führen erfahrene Feuerwehr- und Rettungsdienstmitarbeiter den Notrufer durch einen standardisierten Fragenkatalog. Qualifiziert und schnell werden die wichtigsten Details erfragt, die dann an die bereits alarmierten Kollegen im Einsatz weitergegeben werden – damit wir vorbereitet sein können. So war es auch in der Nacht auf Freitag. Die Leitstelle bleibt so lange mit dem Notrufenden in Kontakt, wie es sein muss. Sie können dann konkrete Hilfestellungen geben oder im Notfall sogar eine telefonische Reanimation anleiten. (Bild: privat)

Jürgen Hochdörfer beantwortete die Fragen von Mira Ziegler telefonisch. Das Interview wurde ihm zur Autorisierung vorgelegt.

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