Metropolregion

Verkehr Lkw fährt auf A 61 ins Stauende am Frankenthaler Kreuz / Autobahn stundenlang gesperrt

Sanitäter schwer verletzt

Archivartikel

Frankenthal.Ein schwerer Unfall gestern Morgen gegen 6.45 Uhr war die Ursache dafür, dass im Berufsverkehr zwischen den Autobahnkreuzen Ludwigshafen und Frankenthal nichts mehr ging. Für die Bergung blieb die A 61 in Richtung Norden bis 14.30 Uhr voll gesperrt. Die Umgehungsstraßen waren komplett überlastet.

An der Unfallstelle liegt das Wrack eines Krankenwagens des DRK Vorderpfalz. Die Wucht des Aufpralls hat das Transportfahrzeug regelrecht zusammengeschoben. Der Wagen ist wie ein Spielball herumgeschleudert worden. Die beiden 19 und 22 Jahre alten Rettungssanitäter sind schwer verletzt und mit Hubschraubern ins Krankenhaus geflogen worden.

Als Ursache für den Unfall mutmaßt die Polizei Unachtsamkeit und mangelnden Sicherheitsabstand: Der 29-jährige Fahrer eines Sattelzugs hat das Stauende 300 Meter vor der Abfahrt am Frankenthaler Kreuz übersehen. Bevor er in den Krankenwagen kracht, kann der Fahrer noch knapp nach links ziehen. Das hat den Rettungssanitätern möglicherweise das Leben gerettet. „Wäre er frontal auf das DRK-Fahrzeug geprallt, hätte es möglicherweise Tote gegeben“, sagt ein Polizeibeamter am Einsatzort. Die beiden Rettungssanitäter werden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und müssen von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Die Wucht des Aufpralls ist so groß, dass der Krankenwagen gegen einen vorausfahrenden Lkw schleudert und diesen auf die Seite kippen lässt. Dessen 45 Jahre alter Fahrer wird dabei leicht verletzt. Der Lastwagen hat medizinischen Sauerstoff geladen. Es tritt jedoch nichts aus, und es besteht nach Aussagen der Polizei keine Gefahr. Der Krankenwagen sei nicht auf einer Einsatzfahrt gewesen und habe normal im Stau gestanden, berichtet die Polizei. Den Sachschaden beziffern die Beamten auf rund 350 000 Euro.

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