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Schlafende Bekannte in Nußloch vergewaltigt: Zwei Jahre Haft auf Bewährung

Heidelberg.Ein 24-Jähriger ist am Nachmittag von der Zweiten Großen Strafkammer des Heidelberger Landgerichts wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Strafe wird auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Dieses Strafmaß hatte die Staatsanwaltschaft und der Vertreter der Nebenklage gefordert.

Der gebürtige Heidelberger hatte gestanden, im März 2017 eine Bekannte in deren Wohnung in Nußloch im Schlaf vergewaltigt zu haben. Zuvor hatte man gemeinsam in einer Clique in der Heidelberger Altstadt den Geburtstag eines Freundes gefeiert. Dabei soll viel Alkohol geflossen sein. Ob die 25-Jährige wegen des starken Alkoholkonsums oder aufgrund von verabreichten K.o-Tropfen hilflos zum Opfer wurde, blieb in der Hauptverhandlung offen. Zwar hatte eine Urinprobe Hinweise auf Amphetamin ergeben, doch das Gerät wurde später als defekt erkannt. Der Angeklagte hatte bestritten, von solchen Substanzen gewusst oder sie gar verabreicht zu haben.

Der 24-Jährige hatte die Vergewaltigung zu Beginn des Prozesses umfassend gestanden und sich beim Opfer entschuldigt. Mit seiner Aussage ersparte er ihr eine Aussage als Zeugin vor Gericht. In einem Vergleich sicherte er zudem ein Schmerzensgeld in Höhe von 8500 Euro sowie Übernahme der Rechtsanwaltskosten zu.

Er hatte die junge Frau am Tatabend zusammen mit einem Freund nach Hause gebracht und wollte auf der Couch übernachten, um da zu sein, falls sie gesundheitliche Probleme bekäme. Als der Freund weg war, zog der Angeklagte die Frau und sich aus und fiel über sie her.

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