Metropolregion

Schwerer Lkw-Unfall auf A6 bei Hockenheim

Reilingen.Nach einem Lastwagen-Unfall und anschließender stundenlanger Teil-Sperrung ist die A 6 Richtung Heilbronn  seit dem frühen Dienstagmorgen wieder befahrbar. Alle drei Fahrstreifen sind wieder befahrbar.

Wegen eines schweren Unfalls zwischen einem Sattelzug und einem Tanklaster am Montagnachmittag bei Hockenheim auf der A6 waren zwei von drei Fahrbahnen gesperrt worden. Zeitweise bildete sich ein Rückstau von rund acht Kilometer Länge. Auf der A61 waren es bis zur Ausfahrt Hockenheim rund vier Kilometer. 

Nach Angaben der Polizei hatte ein 60-jähriger Sattelzugfahrer offensichtlich ein Stauende übersehen und war auf einen stehenden Sattelzug aufgefahren. Dessen 50-jähriger Fahrer blieb unverletzt - entgegen der ersten Meldung. Der Unfallverursacher wurde in eine Klinik eingeliefert, konnte diese jedoch in den Abendstunden wieder verlassen.

Beide an den Unfall beteiligte Lkw wurden abgeschleppt. Bei einem Lastwagen war das Führerhaus komplett zerstört worden. Weiter heißt es seitens der Polizei, dass bei dem Unfall die Ladung des Sattelzugs ausgetreten sei. Dabei handelte es sich um ein bislang unbekanntes Granulat. Dieses lag über zwei Fahrspuren verteilt auf der Autobahn. Unmittelbar nach dem Unfall war die A6 in Richtung Heilbronn für rund 30 Minuten komplett gesperrt gewesen. 

Feuerwehr spricht von einem Wunder 

Neben Rettungskräften und der Polizei rückten auch die Feuerwehren aus Hockenheim und Schwetzingen aus. Wie ein Mitarbeiter vor Ort berichtete, sprach die Feuerwehr mit Verweis auf das komplett zerstörte Führerhaus von einem Wunder, dass der Fahrer des Sattelzugs "nur verletzt" wurde. Die Tachonadel des Sattelzugs sei nach dem Aufprall wohl bei 78 Stundenkilometern hängengeblieben. 

Die Aufräumarbeiten sollen laut dem Mitarbeiter von Gaffern behindert worden sein. Die Polizei habe mehrere Pkw- und Lkw-Fahrer mit dem Handy erwischt, die während der Vorbeifahrt Aufnahmen von der Unfallstelle gemacht hatten. Dies werde nun zur Anzeige gebracht.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.

Zum Thema