Metropolregion

Corona-Pandemie

Speyer plant Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt

Speyer.Die Infektionszahlen mit dem Corona-Virus sind in Speyer derzeit sehr hoch. So ist der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert pro 100 000 Einwohner bis Montag auf 367,9 geklettert. Damit rangiert die Domstadt in Rheinland-Pfalz auf Platz eins. In der Metropolregion weist nur Ludwigshafen mit 312,3 einen ähnlich hohen Wert auf. Mannheim (203,8), Heidelberg (161), Frankenthal (192,8), Worms (97) und Neustadt (86,4) liegen deutlich dahinter. Die Stadt Speyer plant nun eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum einzuführen, wie sie in Ludwigshafen bereits gilt. Man sei gerade dabei, eine entsprechende Allgemeinverfügung mit dem Land abzustimmen, teile eine Stadtsprecherin auf Anfrage dieser Redaktion mit. Dabei gehe es um ein klar umrissenes Innenstadtgebiet mit viel Betrieb auf den Straßen. So müsse das Verbot verhältnismäßig sein. In Heidelberg war eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt vom Verwaltungsgericht Karlsruhe gekippt worden. 

Auch die Möglichkeit, Schulklassen aufzuteilen, um für mehr Abstand zu sorgen, werde mit dem Land diskutiert. Hier sei die Stadt den Schulen gegenüber allerdings nicht weisungsbefugt.
Dass die Inzidenz so hoch ist, liegt nach Einschätzung der Verwaltung zum einen daran, dass sich  in Speyer die Infektionen in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in der Kurpfalzkaserne sowie eine „große Anzahl von Infektionen in Seniorenheimen sowie Schulen in den Zahlen niederschlagen“. Einige Fälle seien in der vergangenen Woche nacherfasst worden. 

„Zum anderen verfügt die Stadt Speyer über ein eigenes Abstrichzentrum und trägt mit ihrer Teststrategie sicherlich dazu bei, dass die Inzidenz in Speyer so hoch ist. Diese Strategie ist aber mit Sicherheit der richtige Weg, denn auf diese Weise können Infektionsfälle rechtzeitig erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden“, betont die Sprecherin. Wie genau die Allgemeinverfügung aussehen wird, soll sich bis Montagabend klären.