Metropolregion

Syndia-Prozess Angeklagter soll in psychiatrische Anstalt

Staatsanwalt plädiert auf 14 Jahre Haft

Archivartikel

Worms.Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um die tödliche Messerattacke auf die 21-Jährige Syndia in Worms 14 Jahre Haft gefordert. Zudem sprach sich die Anklage am Dienstag vor dem Landgericht Mainz dafür aus, den 28 Jahre alten tunesischen Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik unterzubringen. Zum Zeitpunkt der Tat im März dieses Jahres war er der Freund des Opfers. Der Angeklagte habe einen heimtückischen Mord im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen, befand die Staatsanwaltschaft. Die Nebenklage sprach sich für eine lebenslange Haft aus und sah keinen Grund für eine Strafmilderung, die Verteidigung plädierte auf acht bis zehn Jahre Haft.

Angriff von hinten

Der 28-Jährige soll damals nachts nach einem Streit ein Messer genommen und das auf einem Bett mit dem Rücken zu ihm liegende Opfer von hinten angegriffen haben. Vor Gericht hatte der Angeklagte zum Auftakt gesagt, er habe sich nie vorstellen können, dass ihm so etwas passieren könne. Es habe keinen Grund gegeben, seine damalige Freundin umzubringen. Kurz nach der Tat hatte er sich selbst der Polizei gestellt. lrs

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