Metropolregion

Hessheim TÜV-Gutachten zu Deponie-Unglück abgeschlossen

Staatsanwaltschaft ermittelt weiter

Hessheim.Nach dem Giftunglück mit zwei Toten auf dem Deponiegelände in Heßheim (Rhein-Pfalz-Kreis) liegt der Staatsanwaltschaft Frankenthal jetzt das abschließende TÜV-Gutachten vor. In strafrechtlicher Hinsicht liefert es allerdings keine Klarheit. „Wir haben die Aufgabe, den Verantwortlichen zu finden und dahingehend bringt uns das Gutachten nicht weiter“, berichtet der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Ermittlungen der Anklagebehörde laufen indes weiter. So liefere das Gutachten wenig Relevantes zum Unfallhergang.

Mehr kann der Chef-Ankläger derzeit nicht sagen. „Auftraggeber des Gutachtens ist die Firma Südmüll, deshalb hat uns der TÜV um vertrauliche Behandlung gebeten“, so Ströber. Dem Betreiber der Deponie liegt das Gutachten seit Dienstagmorgen vor. Nun gelte es, die etwa 100 Seiten samt Anlagen durchzuarbeiten und zu bewerten, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Dazu werde man einige Tage benötigen. Danach werde man sich äußern.

Chemische Reaktion

Bei dem Unglück am 21. August 2018 waren zwei Mitarbeiter ums Leben gekommen. Laut Staatsanwaltschaft starben die Männer beim Umfüllen von Chemieabfällen aus einem 60-Liter-Kanister in einen 1000-Liter-Tank, dessen Inhalt falsch ausgezeichnet war. Bei der chemischen Reaktion wurde tödlicher Schwefelwasserstoff freigesetzt. sin

Zum Thema