Metropolregion

Pandemie Über Ausflugsziele entscheiden die Kommunen

Stadt kann ganze Gebiete sperren

Rhein-Neckar.Sobald der Schnee liegen bleibt, tummeln sich die Menschen an beliebten Ausflugszielen. So musste die Polizei am vergangenen Wochenende Zufahrtsstraßen am Königstuhl bei Heidelberg, den Kalmit-Parkplatz in der Pfalz oder etwa Wege zur Neunkircher Höhe im hessischen Teil des Odenwalds sperren (wir berichteten). Auch am Dreikönigstag waren die Parkplätze rund um den Königstuhl stark ausgelastet. Die Entscheidung, diese aufgrund der Infektionsgefahr für Winter-Ausflügler zu schließen, liege bei den Kommunen, sagt ein Sprecher der Polizei Mannheim auf Anfrage.

Die Stadt kann neben Straßen und Parkplätzen auch ganze Gebiete sperren. „Im April sind öffentliche Anlagen wie Spielplätze, Sportplätze oder Parks geschlossen worden“, so ein Sprecher der Stadt Ludwigshafen. „Im Rahmen der Allgemeinverfügung kann dies auch für Ausflugsziele beschlossen werden.“ So könnte auch verhindert werden, dass Ausflügler – wie am Wochenende in Heidelberg – ihre Autos einfach in unmittelbarer Nähe parken. In Ludwigshafen sei die Situation an öffentlichen Plätzen bislang aber überschaubar, sagt der Stadtsprecher.

Kein „Corona“-Problem

Ab 11. Januar gilt für Tagesausflüge in hessischen Corona-Hotspots die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer. In Baden-Württemberg wird auf die von Bund und Ländern beschlossene 15-Kilometer-Regel vorläufig verzichtet. Überfüllte Straßen und Parkplätze auf dem Heidelberger Königstuhl seien auch „kein Corona-Problem“, betont ein Sprecher der Polizei Mannheim. Seit vielen Jahren stehe dort eine feste Beschilderung der Stadt, die – sobald der Schnee etliche Besucher anlocke – den Verkehr nur in eine Richtung durchlasse.

Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz werden Parkverbote und Straßensperrungen von der Stadt beschlossen. „Wir greifen nur ein, wenn eine Schließung akut notwendig wird, weil Gefahr besteht“, erklärt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Südhessen.

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