Metropolregion

Hundeführerschein Nach Attacke auf 15-Jährigen

Stadt Leimen verlangt Umdenken

Archivartikel

Leimen.Nach einer Hundeattacke auf einen Jugendlichen wünscht sich die Stadt Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) eine gesetzliche Regelung zur Einführung eines verpflichtenden Hundeführerscheins. „Zum Schutz der Menschen würden wir das begrüßen“, sagte Oberbürgermeister Hans Reinwald (CDU). Für eine solche Regelung wäre das Innenministerium des Landes zuständig.

Weniger Hundesteuer

In Leimen hatten jüngst zwei nicht angeleinte Hunde, höchstwahrscheinlich Kampfhunde, einen 15-Jährigen vom Rad gezerrt und schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Reinwald empfiehlt schon jetzt Hundebesitzern in seiner Stadt, den Führerschein freiwillig zu absolvieren. Obwohl die Kommune bei Vorlage eines Führerscheins eine verringerte Hundesteuer verlangt, sei das Interesse an dem Angebot gering, hieß es im Rathaus. Seit zwei Jahren reduziert sich die Abgabe von 96 Euro für das erste Tier um 24 Euro, wenn die Prüfung bestanden ist. Sie umfasst einen theoretischen Teil sowie einen Praxisteil, der das Tier mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert.

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