Metropolregion

Stechmückenjäger setzen auch auf Feuerwehr

Archivartikel

Speyer.Im Kampf gegen eine drohende Stechmückenplage am Rhein setzen die Schnakenjäger im Südwesten auch auf die Freiwillige Feuerwehr. Die Angehörigen der Rettungskräfte könnten stellenweise beim Ausstreuen von Wirkstoff-Granulat helfen, sagte Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer. Er stehe dazu im Kontakt mit Kommunalpolitikern und Bezirksregierung.

Die "Belästigung" durch Schnaken werde von Mitte nächster Woche an zunehmen, sagte Becker. "Falls es kühl bleibt, sind die Tiere nicht stech- und fluglustig - aber wenn es warm ist, sind sie besonders aggressiv", warnte er. Becker riet dazu, handelsüblichen Insektenschutz auf die Haut aufzutragen oder auch entsprechende Kleidung zu wählen. "Drei bis vier Wochen wird das wohl andauern. Der ganze Sommer fällt nicht ins Wasser. Wichtig ist, dass wir beim nächsten Hochwasser wieder einsatzbereit sind."

Dazu wird den Schnakenjäger dann wohl wieder ein Hubschrauber zur Verfügung stehen. Das sei das Ergebnis einer Sitzung zwischen der Kabs und dem zuständigen Flugunternehmen, wie die Aktionsgemeinschaft am Freitag mitgeteilt hatte. "Allerdings kommt die Unterstützung aus der Luft für die jetzige Hochwasserwelle zu spät", sagte Becker. Er geht davon aus, dass noch maximal 50 Prozent der Mückenpopulation am Rhein abgetötet werden könnten. "Die Hälfte kommt wohl durch."

Ab dem Kreis Rastatt (Baden-Württemberg) sowie auf pfälzischer Seite um Wörth und Germersheim und im Raum Kühkopf (Hessen) ist demnach mit Mücken zu rechnen. Die Kabs war vergangene Woche in Südbaden ausgerückt, um Wirkstoff auf Brutstätten auszubringen. Auf dem Rückflug ging der Hubschrauber kaputt. Der angeforderte zweite Hubschrauber brannte am vergangenen Sonntag wegen eines Defekts aus. Das Kabs-Einsatzgebiet reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg bis nach Hessen und zum rheinland-pfälzischen Bingen.

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