Metropolregion

Unwetter Zahlreiche Einsätze in der Südpfalz

Straßen und Keller unter Wasser

Archivartikel

Landau.Heftige Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen haben am vergangenen Wochenende die Einsatzkräfte in der Südpfalz beschäftigt. In Landau sorgte Starkregen für überflutete Straßen und zahlreiche vollgelaufene Keller. Stadtfeuerwehrinspektor Dirk Hargesheimer schätzte gestern, dass am Samstagnachmittag rund 140 Anrufe von Bürgern eingegangen waren. Rund 85 Leute – alles Ehrenamtliche – seien im Einsatz gewesen: Die etwa 70 Feuerwehrleute bekamen auch Unterstützung von Kollegen des Technischen Hilfswerks.

„Wir mussten vor allem Keller und Tiefgaragen auspumpen“, so Hargesheimer. Das sorgte auch für Verkehrsbehinderungen. Zum Teil waren ganze Straßen überflutet, die Feuerwehr musste mehrere weitere Straßen sperren lassen. „Wir benötigen entsprechend Platz, wenn wir zum Beispiel einen Keller auspumpen“, so Hargesheimer. Betroffen waren laut Polizei auch außerörtliche Straßen und Teile der A 65 bei Landau.

Am späten Samstagnachmittag erreichte das Unwetter auch die Gegend um Wörth am Rhein. Hier musste die Polizei aufgrund der Wassermassen die linke Fahrspur der A 65 und B 10 in Richtung Karlsruhe zeitweise sperren. Auf einer Kreisstraße westlich von Jockgrim fiel ein Baum auf die Fahrbahn – daraufhin musste auch diese Straße für die Dauer von rund einer Stunde gesperrt werden.

Zu schnell auf nasser Fahrbahn

In der Nähe von Edenkoben hatte der Starkregen auch einen schweren Unfall zur Folge. Wie die Polizei gestern mitteilte, verlor ein 33-jähriger Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen, als er auf der A 65 vom rechten auf den linken Fahrstreifen wechselte. Aquaplaning und zu hohe Geschwindigkeit waren offenbar die Gründe dafür.

Das Auto prallte gegen die Schutzplanke. Der Fahrer kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Zusammen mit der Neustadter Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort war, musste die Polizei die linken Fahrstreifen beider Fahrtrichtungen sperren und säubern. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 10 000 Euro. fab