Metropolregion

Unwetter Mehr als 100 Einsätze im Rhein-Neckar-Kreis

Straßen und Keller unter Wasser

Archivartikel

Rhein-Neckar.Zwei Gewitterfronten haben am Mittwoch die Feuerwehren der Region beschäftigt. Im Rhein-Neckar-Kreis rückten laut der Integrierten Leitstelle in Ladenburg 18 Gemeinde-Wehren zu mehr als 100 Einsätzen aus. Betroffen waren am Nachmittag Weinheim, am Abend dann Sinsheim, Bammental, Schriesheim und Dossenheim. In Ladenburg brannte die Elektroanlage eines Privathauses vermutlich wegen eines Blitzschlages.

In Heidelberg waren vor allem die Stadtteile Handschuhsheim und Ziegelhausen betroffen. In Handschuhsheim verursachte ein Blitzschlag einen kleinen Dachstuhlbrand in der Zeppelinstraße. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro. In Ziegelhausen rutschten die Hänge an der Straße Neue Stücker ab. Druckwasser drückte Kanaldeckel hoch, und in der Wilhelmsfelder Straße knickten mehrere Bäume auf die Straße, die kurzzeitig gesperrt werden musste. Im Bereich der L596 zwischen Hirschberg und Ursenbach musste die Fahrbahn an mehreren Stellen wegen Hangrutschungen gesperrt werden. Auch zwischen Oberflockenbach und Ziegelhausen kam es zeitweise zu Hangrutschungen und Unterspülungen.

Auf der A659 war die Fahrbahn in Höhe der Anschlussstelle Viernheim-Ost in Richtung Weinheim so stark überflutet, dass ein Autofahrer wegen Aquaplaning ins Schleudern gerit und mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kollidierte. Dabei wurden beide Personen leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 50.000 Euro. Auch in Neustadt kam es gegen 15.20 Uhr durch einsetzenden Starkregen zu einem Unfall mit zwei Leichtverletzten.

Am Nachmittag setzte das Unwetter im Lampertheimer Stadtteil Hüttenfeld (Kreis Bergstraße) mehrere Straßen und Keller unter Wasser. In Frankenthal gab es neben vollgelaufenen Kellern – unter anderem in der Robert Schumann Schule – auch einen Brand, der ebenfalls vermutlich durch Blitzeinschlag ausgelöst worden war.

Zum Thema