Metropolregion

Streit zwischen Familien eskaliert im Holidaypark

Archivartikel

Haßloch.Im Holidaypark südlich von Haßloch ist es am Sonntagnachmittag zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien gekommen, die erst die Polizei auflösen konnte. Wie sie am Montag mitteilte, waren der Grund für die Auseinandersetzung der beiden Familien Erziehungsfragen wegen eines Kindes. „Anscheinend hat eine Familie eins der eigenen Kinder grob angefasst, woraufhin die andere Familie eingegriffen hat“, gibt Bernd Beitz, Verwaltungsleiter des Holidayparks, auf Anfrage dieser Redaktion die Schilderung eines Mitarbeiters, der auch die Polizei kontaktiert hatte, wieder.

Laut Polizeibericht handelte es sich um eine zwölf- und eine neun-köpfige Familie aus Hessen. Während die Auseinandersetzung zunächst verbaler Natur war, sei es schnell zu Handgreiflichkeiten gekommen. Von den Beteiligten wurden 13 Personen leicht verletzt, drei davon wurden vorsorglich ins nächste Krankenhaus gebracht. Auch mindestens ein Kind verletzte sich, wie die Polizei auf Anfrage bestätigte.

Die Familien erhielten einen Platzverweis, und die jeweiligen Mitglieder wurden von Beamten bis zur Autobahn begleitet, so wollten die Polizisten eine erneute Auseinandersetzung verhindern. Die Polizei ermittelt nun wegen wechselseitiger Körperverletzung.

Platzverweis erteilt

„Es kommt sehr selten vor, dass unsere Besucher aneinandergeraten“, sagt Beitz. „Aber so etwas, in diesem Ausmaß, hatten wir noch nie.“ Es bleibe erst einmal bei dem Platzverweis, mit einem Hausverbot haben die Familien laut Beitz zunächst nicht zu rechnen. „Eigentlich ist die Sache für uns mit dem Rauswurf erledigt“, sagte er. „Aber vielleicht folgen noch weitere Maßnahmen.“ Da der Park wegen dieses Vorfalls weiter im Kontakt mit der Polizei stehe, sei ein nachträgliches Hausverbot durchaus möglich. „Menschen, die sich nicht benehmen, möchten wir bei uns im Park nicht haben.“

Um die Situation am Sonntagnachmittag aufzuklären, rückte die Polizei Rheinpfalz mit acht Streifenwagen und einem Diensthundeführer an. Zusätzlich waren drei Rettungswagen im Einsatz. Als sich der Streit zutrug, war der Holidaypark für Corona-Verhältnisse mit 4000 bis 5000 Menschen noch gut besucht. Vor der Pandemie waren an einem Wochenendtag Besucherzahlen von bis zu 17 000 üblich, sagt Beitz.