Metropolregion

Weltkriegsbombe Lage muss neu bewertet werden

Stromleitung verhindert Entschärfung

Archivartikel

Frankenthal.Die 500 Kilo schwere Weltkriegsbombe, die am Samstag am nördlichen Rand von Frankenthal gefunden wurde, wird nicht, wie zunächst geplant, am heutigen Dienstag entschärft. Oberhalb des Fundorts der Bombe verlaufen nach Angaben der Stadtverwaltung zwei Stromleitungen, eine 220-Kilovolt- und eine 380-Kilovolt-Leitung. Deshalb müssten Auswirkungen einer Entschärfung neu bewertet werden. Dies ergab eine Lagebesprechung, bei der alle beteiligten Kommunen sowie die betroffenen Versorgungsunternehmen vertreten waren.

Vom Kampfmittelräumdienst wird bei 500-Kilogramm-Bomben ein Evakuierungsradius von einem Kilometer vorgeschrieben. In diesem Radius befinden sich keine Wohnhäuser. Auf Bobenheim-Roxheimer Gebiet liegt ein Teil eines Industriegebiets sowie Teile des Silbersees und des Roxheimer Altrheins. Auf Frankenthaler Gemarkung liegen nur freie Ackerflächen. Zum Zeitpunkt der Entschärfung werden K 1 und B 9 im betroffenen Abschnitt voll gesperrt. Die Fundstelle werde bis zu einer Entschärfung rund um die Uhr bewacht, so die Stadt. 

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