Metropolregion

Studie zeigt Diskriminierung von Homosexuellen, Trans- und Intersexuellen in der Region

Rhein-Neckar.Laut einer Studie der Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar werden homosexuelle, transsexuelle- und intersexuelle Menschen in der Region Rhein-Neckar in erheblichem Maß diskriminiert. An der nicht repräsentativen Online-Befragung nahmen etwa 400 Menschen aus Mannheim, Heidelberg und Rhein-Neckar teil.

Die berichteten Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen zeigen für die Rhein-Neckar-Region ein hohes Maß an Gefährdung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen, queeren und nicht-binären Menschen - also Menschen, die sich nicht als männlich oder weiblich einordnen - in der Öffentlichkeit und einen deutlichen Bedarf nach Verbesserung der Situation auf, so die Studie.

So waren 39 Prozent der Befragten im Jahr 2018 Opfer von Beleidigungen, 44 Prozent wurden ausgelacht. 21 Prozent erlebten sexuelle Belästigung. Körperliche Gewalt oder versuchte Vergewaltigung erlebten 10 Prozent der Befragten.

Im Vergleich zu den letzten zehn Jahren stiegen die erlebten sexuellen Angriffe an. Auch Beschimpfungen, Beleidigungen und Bespucken erlebten die Befragten häufiger. Die Erfahrung von Diskriminierung führe dazu, dass die Betroffenen ihre Sexualität nicht im öffentlichen Raum zeigen und somit gesellschaftlich nicht sichtbar sind. Gerade deshalb sei es so wichtig für die Sicherheit der Betroffenen der sorgen, so das Fazit der Studie. 

Die Umfrage wurde vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg und dem Fachbereich Demokratie und Strategie der Stadt Mannheim unterstützt.

Alle Ergebnisse der Studie gibt`s hier.