Metropolregion

Betrug Zahlreiche falsche Enkel oder Polizeibeamte in der ganzen Region aktiv

Telefonbetrüger schickt Opfer zur Bank

Archivartikel

Rhein-Neckar.Telefonbetrüger waren am Wochenende wieder in der ganzen Region ausgesprochen aktiv – im Falle einer 90-jährigen Frau aus Weinheim leider erfolgreich. Die Seniorin erhielt am Freitagmittag einen Anruf eines vermeitlichen Enkels, der vorgaukelte, in Darmstadt einen Unfall gehabt zu haben und nun dringend 15 000 Euro benötige. Da sie nicht soviel Geld zuhause hatte, schickte der Unbekannte sogar ein Taxi, das die Dame zur Bank fuhr, wo sie das Geld abhob. Zuhause nahm eine etwa 50-jährige blonde Frau als angebliche Mitarbeiterin der Autowerkstatt das Geld und weitere Schmuckstücke in Empfang. Bei dem Anrufer handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen Mann, der mit höherer Stimmlage und ohne Dialekteinfärbung sprach.

Im pfälzischen Böhl-Iggelheim erhielt ein 73-jähriger Mann einen Anruf einer Frau, die sich als seine Couisne ausgab und Geld für eine größere Anschaffung haben wollte. Als der Mann angab kein Geld zu haben, fragte die Frau nach Goldmünzen und ob er am Mittag zuhause sei. Daraufhin legt der Mann auf.

Am selben Tag riefen Trickbetrüger offenbar nahezu flächendeckend in der ganzen Region vorwiegend bei Senioren an, um sie um ihr Vermögen zu bringen. Die Polizei meldet betrügerische Anrufe aus Hirschberg, Rauenberg, Sinsheim, Neckargemünd, Brühl, Mannheim, Hockenheim, Böhl-Iggelheim und Mutterstadt. In allen Fällen ging es um vermeintliche Enkel, falsche Polizeibeamte, Gewinnversprechen und Vermögensanlagen zu angeblich günstigen Konditionen.

Die Polizei bittet um Vorsicht und Wachsamkeit: keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen, Angaben der Anrufer in aller Ruhe prüfen und niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben. 

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