Metropolregion

Brückentaufe und Filmabend

Terence Hill kommt nach Worms

Archivartikel

Worms. Schauspieler Terence Hill wird im August Worms besuchen, um „seine“ Brücke höchstpersönlich zu taufen. Das gab Oberbürgermeister Michael Kissel bei einer Pressekonferenz im Rathaus bekannt. „Ist es wirklich wahr, dass ihr einer Brücke meinen Namen gegeben habt?“, fragte der weltberühmte Schauspieler in einer Videogrußbotschaft auf Deutsch. Er freue sich natürlich ganz besonders über die persönliche Einladung von Kissel. „Ich komme sehr gerne“, bekräftigte er. Was als Gaudi in einem Facebook-Blog des Wormser Musikers und Schauspielers Peter Englert begann, wird nun also ernst. „Ich wusste, dass Terence Hill in diesem Jahr nach Deutschland kommt und wollte unbedingt die Chance nutzen, ihn in unsere Stadt einzuladen, mit der der Schauspieler gleich in zweifacher Hinsicht verbunden ist“, erklärte der Stadtchef. Denn nicht nur, dass Terence Hill zwar der (noch) inoffizielle, aber berühmte Pate der Fußgängerbrücke am Rhein ist, nein: Er ist auch ein Nibelunge. 1966/1967 spielte er, damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Mario Girotti, in Harald Reinls Film „Die Nibelungen“ Kriemhilds Bruder Giselher. Und auch damals zur Filmpremiere besuchte er bereits die Stadt der Nibelungen.

Hill wird am Freitag, 24. August, einen Tag vor Eröffnung des Backfischfestes nach Worms kommen - nicht nur für die Brückentaufe, sondern auch für einen Open-Air-Filmabend. Den stellt der Wormser Kinobetreiber Patrick Mais gemeinsam mit der Kultur und Veranstaltungs GmbH auf die Beine stellen. Auf dem Trainingsgelände des VfR Wormatia können alle Terence-Hill-Fans im Beisein des berühmten Schauspielers seinen neuen Film „Mein Name ist Somebody – Zwei Fäuste kehren zurück“ erleben. Terence Hill schrieb dazu selbst das Drehbuch, führte Regie und spielt natürlich auch die Hauptrolle. Karten für den Freiluft-Kinoabend gibt es ab sofort und ausschließlich für neun Euro in der Kinowelt Worms.

„Für mich war sofort klar, dass Terence Hill unbedingt ins Rahmenprogramm des Backfischfestes gehört – denn schließlich ist im Zuge unseres großen Weinfestes auch die Brückenbenennung entstanden“, sagte Kissel. Aber wichtig sei ihm dennoch, dass die Brücke nicht gänzlich umbenannt werde. „Denn auch Karl Kübel war eine herausragende Persönlichkeit unserer Stadt, der wir viel verdanken“, betonte der Oberbürgermeister. Aus Kübels Handel mit Möbelbeschlägen ging 1945 die 3K-Möbelwerke hervor, die sich im Laufe der Jahre mit preisgünstiger Massenfertigung zu einem der größten Möbelhersteller Europas mit rund 3800 Mitarbeitern entwickelten. Im Jahr 1973 verkaufte er die Möbelwerke und gründete mit dem Verkaufserlös von 37 Millionen Euro und einem Großteil seines Privatvermögens die Karl- Kübel-Stiftung für Kind und Familie. „Die Brücke wird deshalb quasi einen Doppelnamen erhalten, sofern die Gremien zustimmen. Sie wird künftig Karl-Kübel-Terence-Hill-Brücke heißen“, erklärte Kissel. red/stp