Metropolregion

Schnakenplage Aktionsgemeinschaft überwacht und bekämpft eingeschleppte Stechmücken

Tigermoskito vermehrt sich explosionsartig

Archivartikel

Germersheim.Sie hat eine auffällige schwarz-weiße Färbung, ist einer der anpassungsfähigsten Organismen weltweit, überträgt Krankheiten und hat sich in der Region rasant ausgebreitet. Deshalb ist die Überwachung der Asiatischen Tigermücke eines der Dauerthemen, mit denen sich die Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) befassen muss.

Bei der Mitgliederversammlung in Germersheim teilten die Wissenschaftler mit, dass sich der Tigermoskito in der Region „explosionsartig“ vermehrt hat. „Im Jahr 2017 wurden fünf Populationen registriert, 2019 waren es 14“, so der wissenschaftliche Direktor Dirk Reichle.

Im Kampf gegen die invasive Art setzt die KABS auch auf die Bürger: „Um keine Brutplätze zu schaffen, sollte man Wasseransammlungen vermeiden und keine Eimer oder Blumenuntersetzer mit Wasser herum stehenlassen“, betont Reichle.

Allerdings spielten auch die einheimischen Hausmücken eine nicht unbedeutende Rolle bei der Übertragung von Krankheiten. Das zeigten die 2019 in Sachsen aufgetretenen Fälle von West-Nil-Fieber. „Die Übertragung erfolgt über die Hausmücke, die sowohl den Menschen als auch Zugvögel sticht.“ Im Mittelmeerraum habe es 2019 mehr als 2000 Fälle gegeben. Eine Infektion verlaufe meist harmlos und erzeuge grippeähnliche Symptome. 

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