Metropolregion

Sinsheim/Hockenheim

Überfall mit Schreckschusspistolen - drei Jugendliche in U-Haft

Archivartikel

Sinsheim/Hockenheim.Drei Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren sollen zwei  versuchte schwere räuberische Erpressungen in Sinsheim und Hockenheim begangen haben. Die drei Verdächtigen befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag mitteilten, soll das Trio zusammen mit einer weiteren, noch unbekannten männlichen Person am Dienstag, 3. November, zunächst mit dem Auto an den Hauptbahnhof nach Sinsheim gefahren sein, um dort anwesende Personen durch Bedrohung mit Schreckschusswaffen zur Herausgabe von Drogen oder Geld zu bringen.

Während ein 18-Jähriger und der noch Unbekannte dort im Auto blieben und Schmiere standen, sollen der 15-Jährige und ein weiterer 18-Jähriger gegen 20.30 Uhr ausgestiegen sein und letztlich von zwei Geschädigten Geld gefordert haben. Die Forderungen sollen sie durch Vorhalten und offensichtliches Durchladen von Schreckschusswaffen untermauert haben. Als die Opfer sich nicht einschüchtern ließen und kein Bargeld herausgaben, stiegen die beiden wieder zu den Anderen ins Fahrzeug und fuhren davon.

Gegen 21:.30 Uhr sollen die vier dann an den Bahnhofsvorplatz nach Hockenheim gefahren und mit gleicher Aufgabenverteilung einen 43-Jährigen nach Drogen gefragt und wiederum Bargeld gefordert haben. Auch dieser ließ sich durch die Schreckschusswaffen nicht einschüchtern und verweigerte die Herausgabe von Bargeld. Die Tatverdächtigen ergriffen daraufhin die Flucht.

Aufgrund eines Zeugenhinweises konnte das Fahrzeug wenig später auf dem Parkplatz des Hockenheimer Bahnhofs festgestellt und drei der vier Verdächtigen festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim wurde durch das Amtsgericht Haftbefehl gegen die drei Jugendlichen erlassen. Sie wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Zum Thema