Metropolregion

Unwetter über der Region: Zugverkehr normalisiert sich

Rhein-Neckar.Wegen Unwetterschäden ist der Zugverkehr in der Region am Donnerstagnachmittag teilweise eingestellt gewesen. Die Lage hat sich aber mittlerweile wieder normalisiert. Wie die Bahn auf Twitter mitteilte, fahren die Züge zwischen Worms und Frankenthal wieder. Auch die Strecke zwischen Germersheim und Bruchsal wurde am Abend freigegeben. Die Strecke zwischen Pirmasens und Landau war bis gegen 19 Uhr gesperrt. Auch auf der Strecke zwischen Mannheim und Heidelberg fuhren zeitweise keine Züge. Die Strecke zwischen Pirmasens und Saarbrücken war ebenfalls betroffen. Weiterhin müsse aber auf den Strecken noch mit Verspätungen und Fahrtausfällen gerechnet werden, hieß es am Abend.

Weitere Infos zu den aktuellen Sperrungen gibt es auf dem Internet-Auftritt der Deutschen Bahn.

Mannheim: Feuerwehr rückt zu mehr als 50 Einsätzen aus

Bei der Feuerwehrleitstelle Mannheim gingen innerhalb einer Stunde mehr als 180 Notrufe ein, die zu 52 Einsätzen führten. Dabei ging es überwiegend um umgestürzte Bäume. 130 Kräfte und 29 Fahrzeuge wurden insgesamt eingesetzt. Die Feuerwehrleitstelle wurde den Angaben zufolge sehr schnell mit elf Leistellendisponenten besetzt, um alle Notrufe schnellstmöglich entgegen zu nehmen.

Unter anderem wurden geparkte Autos in der Zielstraße (Neckarstadt) und in der Steubenstraße (Almenhof/Niederfeld) durch herabgestürzte Äste beschädigt. In der Steubenstraße blockierte ein Ast die Straße von Mannheim-Neckarau kommend Richtung Speyererstrasse.

In anderen Fällen hatte aufgewirbelter Staub Brandmelder ausgelöst. Außerdem sei der Regionalverkehr zwischen Mannheim und Heilbronn zwischen 15.00 und 16.30 Uhr unterbrochen gewesen, weil sich am Rangierbahnhof in Mannheim ein Dachteil gelöst habe und in die Oberleitung geflogen sei. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt. Wegen der Aufräum- und Sanierungsarbeiten wird am Wochenende nur ein eingeschränkter Betrieb möglich sein. 

50 Feuerwehreinsätze in Ludwigshafen

Bei der Integrierten Leitstelle Ludwigshafen gingen insgesamt 103 Notrufe vom Stadtgebiet und den Landkreisen ein. Wie die Feuerwehr mitteilte, kam es zu insgesamt 50 Einsätzen, bei denen es größtenteils um Sturmschäden und Verkehrsraumsicherungen ging. Außerdem wurden Brände gemeldet und die Feuerwehr erhielt Aufzugs- und Wohnungsnotrufe.

Auch Bäume wurden durch das Unwetter beschädigt. Mitarbeiter des Bereichs Grünflächen überprüfen deshalb die öffentlichen Grünanlagen in Ludwigshafen auf Verkehrssicherheit. Die Einsätze sollen noch bis in die späten Abendstunden andauern.

Auch im im Leiningerland  löste das Gewitter Einsätze von Feuerwehr und Polizei aus. Wie die Polizei mitteilte, meldeten mehrere Menschen umgestürzten Baum auf der Eistalstrecke. Er sorgte auf der L 395 am Ortsausgang von Asselheim kurzzeitig für Behinderungen. Auch an der Baustelle im Bereich Kirchheim wehte der Wind laut Polizei mehrere Verkehrszeichen und Warnbaken um, die dann auf der Fahrbahn lagen. In Dirmstein wurde durch den heftigen Wind einer Autofahrerin die Tür aus der Hand gerissen. Die Autotür beschädigte ein daneben geparktes Auto.

Flughafen Frankfurt nimmt Betrieb nach Unwetterpause wieder auf

Der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen lief nach einer unwetterbedingten Unterbrechung wieder an. Das sagte ein Sprecher des Betreibers Fraports am Donnerstag. Wegen eines Unwetters im Rhein-Main-Gebiet waren am Nachmittag rund eine halbe Stunde lang keine Starts und Landungen möglich gewesen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor schwerem Unwetter über der Rhein-Neckar-Region gewarnt. Es sei mit „teilweise heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen bis hin zu Orkanböen“ zu rechnen, sagte Meteorologin Sarah Jäger. Stellenweise würden Starkregen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter und Stunde über der Region niedergehen. Die Windgeschwindigkeiten betragen voraussichtlich 90 Kilometer pro Stunde, teilweise sogar mehr als 120 Kilometer pro Stunde. Ab solchen Geschwindigkeiten spricht man von Orkanböen. Wo die Unwetter am heftigsten ausfallen werden, lässt sich laut Jäger nicht vorhersagen.

Zurzeit befindet sich die Kaltfront über Frankreich und zieht über das Saarland und Rheinland-Pfalz weiter Richtung Osten. Nach zwei bis drei Stunden sollen die Unwetter laut der DWD-Meteorologin vorüber sein. Anschließend sei die Luft in der Rhein-Neckar-Region mit etwa 25 Grad deutlich kühler als aktuell, wo die Werte rund um 32 Grad Celsius liegen. In den nächsten Tagen soll es keine weiteren Störungen geben. Am Freitag und Samstag lägen die Temperaturen bei etwa 25 Grad, am Sonntag bei rund 30 Grad. (mig/kris/tge/dpa)

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