Metropolregion

Vater und Sohn festgenommen

Walldorf/Schwetzingen/Mannheim.Weil sie in der vergangenen Woche ein Wettbüro in Walldorf überfallen haben sollen, sind ein 30-Jähriger und sein Vater in Mannheim und Schwetzingen  festgenommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Polizeipräsidium Mannheim am Dienstag mitteilten, befinden sich die beiden wegen gemeinschaftlicher schwerer räuberischer Erpressung in Untersuchungshaft.

Vater und Sohn sollen am Donnerstag, 12. April, ein Wettbüro in Walldorf überfallen haben, um sich Bargeld zu verschaffen. Der 57-jährige Vater soll gegen 12.50 Uhr das Wettbüro betreten und einen Angestellten mit einer täuschend echt aussehenden Pistole zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert haben. Mit der Beute im vierstelligen Bereich soll er dann in ein Fluchtfahrzeug begeben haben, das von seinem Sohn gelenkt wurde. Beide konnten zunächst unerkannt entkommen.

Am 14. April soll der 57-Jährige dann laut Pressemitteilung einen Raubüberfall auf einen Discounter in Hambrücken bei Karlsruhe verübt haben. Nach umfangreichen Ermittlungen nahm ihn die Polizei noch in der Nacht zum Sonntag in einem Hotel in Schwetzingen fest. Wenig später konnten Fahndungskräfte der Polizei Mannheim auch den Sohn vorläufig festnehmen. Bei Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten einen Großteil der Beute und diverse andere Beweise.

Das Duo soll zudem noch an weiteren Straftaten im Raum Mannheim beteiligt gewesen sein: bei schweren räuberischen Erpressungen in einem Hockenheimer Wettbüro am 9. März, in einem Hockenheimer Lebensmitteldiscounter am 7. April sowie bei einer versuchten schweren räuberischen Erpressung in einem Lebensmitteldiscounter in Brühl am 11. April. Insgesamt sollen Vater und Sohne dabei Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro erbeutet haben.

Die beiden deutschen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz wurden am Montagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wegen gemeinschaftlicher schwerer räuberischen Erpressung der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt. Diese erließ gegen beide Beschuldigte Haftbefehle wegen Fluchtgefahr. Im Anschluss wurden die beiden in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. sos/pol