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Viernheim

Vermeintlich misshandelte Pferde zurück bei Halter

Archivartikel

Viernheim. Die zwei vermeintlich durch ihren Viernheimer Halter misshandelten Pferde sind auf den Hof zurückgekehrt. Wie das Polizeipräsidium Südhessen und der Kreis Bergstraße mitteilten, gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass das Tierwohl in ihrer angestammten Haltung gefährdet war. Nach eingehender Überprüfung durch Polizei und Veterinäramt befänden sich die Pferde in einem vertretbaren Pflege und Ernährungszustand. Die Haltung entspreche den gesetzlichen Vorgaben.

Die Pferde waren vor rund drei Wochen von Polizei und Tierrettung in vermeintlich desolatem Zustand aus ihrer Haltung genommen und auf einem anderen Hof untergebracht worden. Ein Pferd hatte wegen einer schweren Wunde eingeschläfert werden müssen.

Besorgte Nachbarn hatten im August die Polizei gerufen und dem Pferdehalter vorgeworfen,  seine Tiere vernachlässigt, misshandelt und mit einer Mistgabel geschlagen zu haben. 

Auch die Berufstierrettung Rhein-Neckar war hinzugerufen worden. Nach Angaben der Tierexperten wurden auf dem Anwesen zwei der Pferde dauerhaft in dunklen Boxen gehalten und hatten unter anderem keinen Zugang zu Wasser. Die Polizei hatte auf Nachfrage bestätigt, dass die Beamten vor Ort zusammen mit der Berufstierrettung Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt hätten. So habe eines der Pferde eine blutende Wunde aufgewiesen und nicht mehr aufstehen können. Ein hinzugerufener Tierarzt habe das Tier schließlich einschläfern müssen. 

(jei/dls/beju)